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Film-Blog: Kino und Konsum zur Weihnachtszeit

Von Dieses Jahr liegt der vierte Advent mitten im Dezember. Das ist bald! Sehr bald. Und zumindest gefühlt kommt damit Heiligabend und alles, was dazugehört, mit riesigen Schritten auf uns zu. So zum Beispiel auch der alljährliche Winter-Weihnachtsblockbuster.
Noch sieben Mal schlafen, dann ist es wieder soweit! Disney schickt mit ROGUE ONE: A STAR WARS STORY (USA 2016, R: Gareth Edwards) das nächste Märchen aus dem STAR-WARS-Universum auf die große Leinwand, um reihenweise die Kinosäle zu füllen. Zwar ist der Streifen nicht Teil der ursprünglichen Saga, aber Hauptsache STAR WARS: Weltraumschlachten, Lichtschwertkämpfe und Machtgedöns – same same. Ich bin dabei!

Zu dem Stress, den diese Jahreszeit für manche sowieso schon bedeutet, kommt das Gefühl, auch im Kino einer der ersten sein zu müssen. Und in den überfüllten Fußgängerzonen erstrecken sich die Ausläufer des Kinoprogramms bis in die Schaufenster der Geschäfte. STAR WARS-Bettwäsche, STAR WARS-Actionfiguren, Darth Vader-USB-Stick, LEGO®-STAR WARS – alles was möglich ist, wird angeboten. Gleichzeitig mit dem neuesten Teil läuft auch die Merchandise-Maschine der großen STAR-WARS-Marke wieder auf Hochtouren. Wir erinnern uns an das vergangene Jahr, als mit dem jüngsten Teil der originären STAR-WARS-Saga alle Rekorde gebrochen und ein Vielfaches dessen, was an den Kinokassen mit dem eigentlichen Film eingespielt, durch filmfremde Produkte umgesetzt wurde.

War das auch früher schon so? Ein kurzer Rückblick: Jeweils kurz vor Weihnachten lief in den Jahren 2001, 2002 und 2003 die DER-HERR-DER-RINGE-Trilogie in den Kinos. 2012, 2013 und 2014 waren es die drei HOBBIT-Teile. Jedes Jahr ein neuer Film – rechtzeitig zur umsatzstärksten Zeit im Jahr. Da klingelt die Kasse. Es sind zwar nur ein paar Beispiele, aber natürlich ist es auch kein Zufall, wenn Filmstudios den Starttermin zu erwartender Kassenschlager in dieser Jahreszeit platzieren. Da wird es niemanden überraschen, wenn etwa die Sequels der AVATAR-Reihe, die zwischen 2018 und 2022 erscheinen sollen, ebenfalls für die Weihnachtszeit geplant sind. Beim ersten Teil war es jedenfalls so.

Wer hier nicht mitmachen will oder mit den Weihnachtsvorbereitungen schon genug zu tun hat und sich nicht noch zusätzlich in überfüllte, viel zu warme Kinosäle quetschen möchte, für den gibt es auch ein Ausweichprogramm. Vielleicht ist dann Jim Jarmuschs neuer Film PATERSON (USA 2016) das richtige – ein Busfahrer mit einem Faible für Poesie. Oder SPARROWS (DK/IS/HR 2016), ein ruhiges Coming-of-Age Drama über einen jungen Chorsänger und übrigens Gewinner bei LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans in der Kategorie 13+ in diesem Jahr Es gibt also ruhiges Kontrastprogramm, um Kaufhauslärm und galaktischen Krach für eine Weile zu vergessen.

Die Rebellion gegen das Imperium kann auch noch im Januar starten. Dafür ist es ohnehin nie zu spät.
 
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