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Oscarverdächtig

Zurzeit macht man sich ja unglaublich beliebt, wenn man so blöd ist, leichtfertig Meinungen über gewisse Filme zu äußern. Beispiel: „Naja, ich fand den ja eher so lala“ (klar, gemeint ist: LA LA LAND, US 2016, R: Damien Chazelle). Reaktion: „Waaaas? Lala? LA LA LAND ist der sensationellste, tollste, beste, wunderbarste... (Fade out)“. Sie können sich den Rest vorstellen.

Beispiel 2: „Nun, er hat mich schon beeindruckt, aber die Schwermut war mir dann doch ein bisschen too much und die Musik klang ja so sehr nach brunftigen Katzen, dass es einem ganz elend wurde“ (klar, gemeint ist MANCHESTER BY THE SEA (US 2016, R: Kenneth Lonergan). Reaktion: „Häääää, dieser Film wird Best Picture werden bei den Oscar®s, das ist ein Meisterwerk von einem unterschätzten Regisseur, von dem wir noch Großes sehen werden, jetzt, wo er den Rechtsstreit wegen MARGARET (US 2011) endlich hinter sich... (siehe oben)“.

Beispiel 3: „Jeff Bridges wird ganz klar den Oscar® bekommen, er muss einfach. Wird schwer bei der Konkurrenz mit Ryan Gosling in LA LA LAND, aber dann machen sie aus seiner leading role in HELL OR HIGH WATER (US 2016, R: David Mackenzie) eben einfach eine supporting role, damit sie ihm den Oscar® geben können. Haben sie bei Christoph Waltz ja auch... (Fade out)“. „Nix, das kannste vergessen, da ist die Konkurrenz viel zu groß. Der war auch schon sehr oft nominiert...“

Aha, alles klar, oder? It’s Oscar®-Time und die Diskussionen in den Kino-Lobbys laufen heiß. Recht habe natürlich nur ich mit meinem sowas von glasklaren Jeff-Bridges-Tipp (best actor in a supporting role – wer wettet mit?), aber ich bin nachsichtig: Wenn es ums Kino geht, kochen die Emotionen hoch, und die persönlichen Vorlieben variieren (klar, sonst könnte ein Film wie LA LA LAND ja nicht so heiß im Rennen.... okay, okay, ich hör‘ ja schon auf. Habt Spaß! Er ist schön bunt und die Musik ist auch erträglich.)

Ich jedenfalls freue mich auf die Oscar®-Verleihung und die Party dazu im Deutschen Filmmuseum am Sonntag, 26. Februar, 23 Uhr. Am Ende kommt ohnehin alles wieder ganz anders als gedacht. Und das ist das Tolle daran.
And the Oscar® goes to...
 
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