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Kino-Blog: Shitty Movies

Hat noch gut lachen: Britney Spears in CROSSROADS (US 2002, R: Tamra Davis) Hat noch gut lachen: Britney Spears in CROSSROADS (US 2002, R: Tamra Davis)
Im Sommer ist im Kino eigentlich Flaute. Die vermeintlich besten Filme laufen in der Regel im Frühjahr und dann geht es im Oktober wieder los. Aber gerade ist es nun mal Sommer und recht warm und die guten Filme sind eher rar. Zeit also, sich auch einmal mit den dunkleren Perlen der Filmkunst zu beschäftigen. Es gibt sogar Leute, die sich genau diesem Thema verschrieben haben. Seit 1981 entscheidet jedes Jahr eine Jury über die grottigsten Vertreter der Gattung Film und verteilt die ungeliebten Goldenen Himbeeren – die Razzies. Ein kleiner Rückblick...

Zahlreiche namhafte Filme und Filmemacher/innen, und sogar den aktuellen Präsidenten der USA, hat es schon getroffen. Donald Trump erhielt 1991 mit John Dereks GHOSTS CAN‘T DO IT (US 1989) die berüchtigte Trophäe bei den Razzie Awards. Bei dem Plot um einen Milliardär, der wegen eines Herzinfarkts impotent wird und Selbstmord begeht, um seinen Geist dann wieder in einen anderen Körper pflanzen zu lassen und sich aufs Neue mit seiner Frau zu vereinen, dürfte die Auszeichnung selbst Trump kaum überrascht haben. Halb so wild: Auch seine Kontrahentin um das Amt als 45. Staatsoberhaupt bekam in diesem Jahr indirekt mit einer Goldenen Himbeere für HILLARY’S AMERICA: THE SECRET HISTORY OF THE DEMOCRATIC PARTY (UK 2016, R: Dinesh D’Souza, Bruce Schooley) ihr Fett weg. Ein klares Unentschieden also.

Aber auch namhafte Größen des Filmgeschäfts kamen mit Auszeichnungen bei den Razzie Awards bereits zu unehrenhaftem Ruhm. Für SHOWGIRLS (US 1996) erntete Paul Verhoeven gleich sieben Beeren. Kevin Costner erhielt 1998 für seine Regie- und Schauspielleistung bei POSTMAN insgesamt fünf Goldene Himbeeren und fuhr im Jahr 2000 darüber hinaus noch  die Auszeichnung als „Der schlechteste Film des Jahrzehnts“ ein. Zwei Jahre vor POSTMAN ist Costner dem Negativ-Filmpreis als Schauspieler noch um Haaresbreite entwischt. Der damals nominierte WATERWORLD (US 1996, R: Kevin Reynolds) ist auch wirklich kein schlechter Film – jedenfalls nicht, wenn man direkt davor POSTMAN sieht.

Dass die Jury vor großen Namen nicht Halt macht, zeigt auch die Auszeichnung von WILD WILD WEST (US 2000, R: Barry Sonnenfeld). Will Smith wurde als Schauspieler und für das Titellied Wild Wild West mit dem Spottpreis für den „schlechtesten Song“ gedemütigt. Apropos Filmmusik: Dass sie weder Fisch noch Fleisch ist, bewies 2003 auch Britney Spears und kassierte für den Filmsong I’m Not a Girl, Not Yet a Woman ebenso wie für ihre schauspielerische Darbietung im dazugehörigen Streifen CROSSROADS gleich zwei Auszeichnungen.

Und für die Verleihung 2018? Das Sommerkino hat bereits vorgelegt und einen heißen Anwärter für den Razzie Award als schlechtester Film ins Rennen geschickt. Die BAYWATCH-Verfilmung dürfte jedenfalls weit oben auf der Liste stehen. Lassen wir uns überraschen, was das Jahr sonst noch zu bieten hat.

Gute Filme, selbst bei sommerlichsten Temperaturen, gibt es im Kino des Deutschen Filmmuseums zu sehen. Im Juli liegt ein Schwerpunkt auf Filmen in Technicolor. Im August folgt eine Reihe mit den Werken des dänischen Regisseurs Nicolas Winding Refn.
 
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