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Film-Blog: Still hoping for Fake News

„Ich bin Präsident! Kann man das glauben?“ Nicht nur Donald Trump selbst, auch mir fällt es noch immer schwer, keinen riesengroßen Scherz hinter der Amtseinführung Donald Trumps als US-Präsident zu vermuten. Fake News? Unfortunately not.
„Wäre er doch beim Film geblieben: Donald Trump in „Home Alone 2: Lost in New York“ „Wäre er doch beim Film geblieben: Donald Trump in „Home Alone 2: Lost in New York“
Ein halbes Jahr dauert dieser Zustand der allgemeinen Verunsicherung nun schon an, und Nachrichten über das Weltgeschehen rutschen bisweilen derart ins Komödiantische ab, dass sie Satiresendungen wie Oliver Welkes „heute-show“ oder „Last Week Tonight“ mit John Oliver ihres eigentlichen Zwecks berauben: Den Comic Relief können wir uns im wahren Leben abholen, seit Trump erst recht. Man muss ja nur eine/r von 34 Millionen Followern auf Twitter sein und hat die tägliche Portion Comedy in der Hosentasche. Geliefert von keinem Geringeren als dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika!

Warum macht die Welt das eigentlich mit? Dieser Mann präsentiert sich in der Öffentlichkeit ganz selbstbewusst und natürlich als einer, der rein gar nichts und niemanden ernst nimmt. Er teilt aus, was das Zeug hält, verflucht „crooked Hillary“, Meryl Streep „Hillary flunky who lost big“ und die „FAKE NEWS media“, schimpft auf das „total disaster“, das sein Amtsvorgänger hinterlassen hat, schmeißt mit Schimpfwörtern und Frechheiten um sich, die einen sprachlos zurücklassen, und hat ganz offensichtlich covfefe

Und uns amüsiert’s! Bleibt uns denn gar nichts anderes übrig? Warum gelingt es uns nicht, das einzig Vernünftige zu tun und alles, was dieser Mann an überflüssigen Aussagen in die Welt streut, zu ignorieren? Ist es nicht ausgesprochen bedrohlich, dass Donald Trump mit diesem Verhalten zum mächtigsten Mann der Welt wurde? Warum keine Karriere als Punkrocker, oder Fußballer?

Immerhin, er war ja schon auf dem Weg zum Filmstar: 25 Schauspielrollen listet die internationale Filmdatenbank IMDb. Und deshalb widmet jetzt auch noch das Kino des Deutschen Filmmuseums Donald Trump einen Abend. Ob eine fachliche Analyse seiner Filmkarriere uns näher bringt, wie Donald Trump dahin gelangen konnte, wo er heute ist? Urs Spörri vom Deutschen Filminstitut hat sich in die Schauspielvergangenheit des US-Präsidenten vertieft und wagt einen Versuch. Fest steht, diese Vergangenheit muss eine harte gewesen sein – von der sich Trump im Weißen Haus nur erholen wollte: “I thought being President would be easier than my old life.”

Veranstaltungstipp: DONALD TRUMP, DER SCHAUSPIELER
Filmwissenschaftlicher Vortrag von Urs Spörri im Kino des Deutschen Filmmuseums
Dienstag, 8. August, um 20:15 Uhr
 
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