Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 21°C

Film-Blog: Wer hat Angst vorm weißen Hai?

Von
Strandurlaub im Süden: Auf einem Handtuch im weichen Sand die  Sonne auf der Haut genießen und zwischendurch  Abkühlung im türkis-blauen Meer suchen. Herrlich.  Wenn bloß die Gedanken beim Schwimmen Ruhe geben würden: „Wer oder was befindet sich wohl gerade unter mir im Wasser?“ Womöglich lauert gar ein Hai in unmittelbarer Nähe  darauf, hilflose Schwimmer/innen - wie mich - zu attackieren?

Offensichtlich übt der Hai eine ungeheure Faszination auf Menschen aus. Eine Reihe von Romanen und Filmen handeln von (Horror-)Begegnungen mit dem Tier.  Steven Spielbergs JAWS (Der weiße Hai, US 1975) etablierte in Hollywood sogar einen neuen Begriff: Den Blockbuster, die Bezeichnung für einen Film mit überdurchschnittlich großem kommerziellen Erfolg. Zusätzlich legte JAWS den Grundstein für ein eigenes Genre – den „Tier-Horror“:  OPEN WATER (US 2003, R: Chris Kentis), THE REEF (AU 2010, R: Andrew Traucki) und THE SHALLOWS (US R: Jaume Collet-Serra)  aus dem vergangenen Jahr kamen besonders gut bei Fans des Genres an.

Ist der große Hype um Hai-Filme überwunden? Anscheinend nicht: In diesem Sommer kam Johannes Roberts neuer Spielfilm 47 METERS DOWN (GB) in die Kinos, in dem die Schwestern Lisa und Kate in ihrem Urlaub in Mexiko eine Haikäfig-Tauchfahrt unternehmen. Natürlich, wie sollte es anders sein, reißt das Sicherheitsseil und die beiden jungen Frauen sind den aggressiven Haien, scheinbar ohne Hoffnung auf Rettung, ausgesetzt.

Und wie gefährlich sind die respekteinflößenden Tiere wirklich? Die Fülle an Hai-Horrorfilmen steht in keinem Verhältnis zu der Anzahl der tatsächlichen Haiunfälle. Jährlich enden weltweit nur etwa fünf bis zehn Haiunfälle tödlich. Zum Vergleich: Allein in Deutschland sterben jedes Jahr doppelt so viele Menschen aufgrund von Bienen-, Wespen- oder Hornissenstichen. Haie sind interessante Tiere – möglicherweise ist eine spannende Dokumentation, wie DEEP BLUE (GB 2003, R: Andy Byatt & Alastair Fothergill) oder SHARKWATER (Wenn Haie sterben, CA 2006, R: Rob Stewart), lohnender als der nächste Hai-Horrorfilm, der sicherlich nicht lange auf sich warten lässt.
 
 
Zur Startseite Mehr aus Filmblog

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse