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Film-Blog: Ein starker Jahrgang

Schon angekommen in 2018? Das Filmjahr scharrt gehörig mit den Hufen und macht sich bereit für die größten Filmevents der kommenden zwölf Monate. Während mit wachsender Spannung die Berlinale und die Oscars® ins Blickfeld rücken (go Fatih, go!), ist  Gelegenheit, noch einmal das  Filmjahr Revue passieren zu lassen. Ein starker Jahrgang? Wenn wir mal bei den genannten Prestige-Events bleiben: allein vier Filme abseits des Hollywoodkinos, die vergangenes Jahr schon im Berlinale-Programm überzeugt haben, sind nun tatsächlich im Rennen um einen „Auslands-Oscar®“.

Und das Beste: Ganze fünf  Werke aus der umkämpften Shortlist, dazu neun weitere der stärksten Filme von 2017 sind aktuell nochmal im Kino des Deutschen Filmmuseums zu sehen. „Kinohighlights 2017“ heißt die Reihe für alle, die rückblickend seufzen: „Too many movies, too little time“. Neue Favoriten können nochmal genossen, und  Verpasstes nachgeholt werden. Da sind zum Beispiel die drei Bären-Gewinner EINE FANTASTISCHE FRAU (CL/DE/ES/US 2017) des Chilenen Sebastián Lelio, KÖRPER UND SEELE (HU 2017) von Ildikó Enyedi für Ungarn und FÉLICITÉ (FR/BE/SN/DE/LB 2017) von Alain Gomis aus dem Senegal. Wobei letztgenannter Film, genauso wie sein Mitstreiter DIE WUNDE  von John Tengrove, nicht in den „Highlights“, sondern beim Africa-Alive-Festival im Februar laufen. Sehenswert ist definitiv auch der fünfte fremdsprachige Oscar®-Anwärter, die Gesellschaftssatire THE SQUARE (SW/DE/FR/DK 2017) von Ruben Östlund, angesiedelt im Stockholmer Kunstbetrieb. Und natürlich fehlt es auch nicht an ein paar Krachern aus Hollywood selbst (BLADE RUNNER 2049 (US 2017, R: Denis Villeneuve)!).

Aber das Filmmuseum wäre nicht das Filmmuseum, wenn sich die Auswahl in Oscar®-Kandidaten erschöpfen würde. Erstaunliche stillere Juwelen werden ebenfalls nochmal „gehighlightet“. Valeska Grisebachs WESTERN (DE/BG/AU 2017) zum Beispiel. Spielt im Osten, genauer gesagt an der bulgarisch-griechischen Grenze, aber original mit Pferden, harten Kerlen und Frauen, um die gekämpft wird. Natürlich ist der Film alles andere als ein konventioneller Genrevertreter. "Ich mag es, wenn es knirscht, wenn Naturalismus auf Künstlichkeit trifft und die Bilder verschiedene Angebote zugleich machen", sagt Grisebach. Es geht darin um deutsche Bauarbeiter, die bei einem EU-Projekt am „Rande“ Europas auf ihre Kollegen vor Ort treffen und mit Sprach- und anderen Barrieren zu kämpfen haben. Wäre echt schade, diesen wunderschönen Film im Kino verpasst zu haben, am Freitag, 26., und am Sonntag, 28. Januar 2, gibt es nochmal die Gelegenheit.

UNTITLED (AU/DE 2017, R: Michael Glawogger, Monika Willi) ist noch so ein Film, den einige vielleicht übersehen haben – zu Unrecht! Die Editorin Monika Willi hat den Dokumentarfilm mit dem Material des verstorbenen Regisseurs Michael Glawogger vollendet und zeigt von dessen Reisen und zufälligen Begegnungen einige der schönsten Bilder, die vergangenes Jahr über die Leinwand geflimmert sind. Zu sehen ist der Film am Samstag, 10., und Dienstag, 13. Februar.

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