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Kinder sollen selbst sicher zur Schule kommen

Von Vorschulkinder aus Karben werden in diesem Frühjahr erstmals auf dem Verkehrsspielplatz in Bad Vilbel fit gemacht für ihre künftigen Schulwege. Dafür ergänzen die Kitas in der Stadt ihr Angebot – was auch aus einer Notlage heraus geschieht.
Nicht nur der Lernfaktor ist groß. Für die Karbener Kinder ist der Ausflug auf den Verkehrsspielplatz in Bad Vilbel auch ein kleines Abenteuer.Archivfoto: Dieter Deul Nicht nur der Lernfaktor ist groß. Für die Karbener Kinder ist der Ausflug auf den Verkehrsspielplatz in Bad Vilbel auch ein kleines Abenteuer.Archivfoto: Dieter Deul
Karben. 

Wer als Dreikäsehoch in die Grundschule kommt, soll möglichst bald auch den Weg von Zuhause dorthin alleine und sicher bewältigen können. Das ist nicht nur das Ziel der Grundschulen für ihre Erstklässler. Sondern schon in den Kitas werden die Vorschulkinder auf die Gefahren des Straßenverkehrs vorbereitet. Ab diesem Frühjahr wird sich Karbens Stadtpolizei an der Erziehung beteiligen.

„Kinder sind immer weniger selbst unterwegs“, erklärt Heike Hermann, Leiterin des Fachbereichs Kinderbetreuung im Rathaus. Viele Kinder würden von den Eltern zur Schule gefahren. Um sie vermeintlich zu schützen, schotteten Eltern ihre Kinder so richtiggehend ab vom Straßenverkehr, indem sie sie nur auf dem eigenen Hof oder Spielplätzen isoliert spielen ließen. Das sei der falsche Weg, betont Hermann – und weiß sich in dieser Meinung in bester Gesellschaft mit Pädagogen aller Kitas und ebenso aller Schulen.

Wichtig sei, dass die Kinder früh lernten, sich im Straßenverkehr richtig und sicher zu bewegen. Gefahren müssten sie kennen und zum Beispiel lernen, wie Straßen sicher überquert werden können, wie sie sicher Fahrrad fahren und welche Unwägbarkeit auf Schulwegen lauern könnten. Das hatte bisher eine ehrenamtliche Mitarbeiterin der Verkehrswacht Wetterau den Vorschulkindern beigebracht – zusammen mit den Erzieherinnen.

Mit Polizist in Uniform

Doch die Verkehrswacht-Mitarbeiterin habe nun aus Altersgründen aufgehört. „Und bisher hat die Verkehrswacht niemand Neues gefunden“, erläutert Heike Hermann.

Deshalb übernimmt die Stadt die Verkehrserziehung der Vorschulkinder in ihren Kitas vorübergehend selbst, bis die Verkehrswacht weitermachen kann. Freiwillig habe sich Stadtpolizist Heiko Lehnkering dazu bereit erklärt, sagt Bürgermeister Guido Rahn (CDU) und ist dafür sehr dankbar. Möglich sei dies auch nur, weil das Stadtparlament eine Stelle bei der Stadtpolizei aufgestockt habe.

Geschult worden ist der Stadtpolizist bereits, zusammen mit einigen Erzieherinnen. Genug Lernmaterial gibt es in den Kitas schon. Im Frühjahr sollen die Vorschulkinder aller städtischen Kitas an vier Vormittagen von Lehnkering das richtige Verhalten im Verkehr lernen. „Mit einem uniformierten Polizisten bekommt das mehr Ernsthaftigkeit“, meint Heike Hermann.

Weitere Termine möglich

Das ganz Besondere für die Kinder: Erstmals werden sie dabei den Verkehrsspielplatz am Ritterweiher in Bad Vilbel nutzen. Je 100 Euro pro Vormittag bezahle die Stadt dafür dem Betreiber, der Nachbarstadt, erläutert der Bürgermeister. Die Nutzungsmöglichkeiten seien ideal – und für die Kinder sei schon der Ausflug dorthin ein Abenteuer.

Das gefällt nicht nur den Eltern der Kinder an städtischen Kitas. In der Sitzung des Stadtelternbeirats hätten sofort auch die Eltern der Kinder in den kirchlichen Kitas ihr Interesse angemeldet, erklärt der Bürgermeister. Er verspricht: „Wenn es die evangelischen Kitas wollen, bekommen sie auch Termine.“

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