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Konzertabend in der Festhalle: Musiklegende mit Nobelpreis: Bob Dylan kommt nach Frankfurt

Ein Rockstar in Gala-Stimmung: Anfang April hat er in Stockholm seinen Literatur-Nobelpreis abgeholt, jetzt freut sich Frankfurt auf seinen Besuch. Nach zehn Jahren kommt Bob Dylan erstmals wieder an den Main. Am 25. April spielt er in der Festhalle.
75 Jahre jung und keinen Deut berechenbar: Bob Dylan kommt im April für einen Konzert-Abend in die Frankfurter Festhalle. Foto: imago 75 Jahre jung und keinen Deut berechenbar: Bob Dylan kommt im April für einen Konzert-Abend in die Frankfurter Festhalle.
Frankfurt. 

Mit Songs wie "Blowin' in the Wind", "A Hard Rain's A-Gonna Fall' und "The Times They Are A-Changin'" ist Bob Dylan, 1941 in Duluth, Minnesota als Robert Zimmerman geboren, in den frühen 60er Jahren als Stimme der Gegenkultur berühmt geworden. Zusammen mit Joan Baez wurde er zur Ikone der Protestbewegung ausgerufen. Die Fans stilisierten ihn zur Galionsfigur des Folk-Revials, doch die Liebe wurde jäh und unvermittelt auf die Probe gestellt. Auf dem Newport Folk Festival, dem Mekka der politisierten Akustik-Szene, erdreistete sich Dylan 1965, seine Gitarre in den Verstärker zu stöpseln. Der Auftritt, bei dem Dylan unter Buh-Rufen unter anderem „Maggie’s Farm“ und „Like a Rolling Stone“ zum Besten gab, gilt heute als Urknall der Rockmusik.

Chamäleon der Pop-Kultur

Bob Dylan
Frankfurt, Festhalle
25. April 2017, 20 Uhr
Homepage von Bob Dylan

Seither sind viele Jahrzehnte vergangen und die Zeit hat gezeigt, dass Dylan immer wieder rasch bei der Hand ist, wenn es darum geht, seine Fans zu ernüchtern. In den über fünfzig Jahren, die seine Karriere nunmehr bereits spannt, hat er sich vor allem als Routinier der Innovation profiliert. Kein echter Fan ist aber je ganz von der Seite des Meisters gewichen. Vom Folk zum Rock, durch die Versenkung zum Country, nach der frommen 'Born again'-Phase wieder zurück zu den Wurzeln, an die Spitze der Charts und immer Dandy, Dichter, Denker in einem.

Für seine zeitlosen Texte und sein dichterisches Genie wurde er im vergangenen Jahr mit dem Nobelpreis bedacht, ausgerechnet in einer Schaffensphase, in der der Sänger und Bandleader die Songs anderer Größen veröffentlicht. Gerade ist „Triplicate“ erschienen , das dritte Album in Folge, auf dem Bob Dylan sich der Interpretation des American Songbook widmet, also Lieder einsingt, die zuvor schon aus den Kehlen von Billie Holiday, Frank Sinatra, Dinah Washington, Ella Fitzgerald, Tony Bennett und Konsorten zu Unsterblichkeit gelangt sind.

Nach Auftritten in Hamburg, Lingen und Düsseldorf gibt sich „His Bobness“ am 25. April in der Frankfurter Festhalle die Ehre, wo er zuletzt 1987 zu seinem Frankfurt-Debüt auf der Bühne stand. Was das Publikum dort erwartet? Keinen blassen Schimmer – das ist ja das Schöne. (feh)

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