Die Titelseite der Höchster Kreisblatt vom 26.05.2012 als PDF zum Downloaden.
Duisburg stimmt über Abwahl von OB Sauerland ab
Die Bürger von Duisburg entscheiden zur Stunde über die politische Zukunft ihres Oberbürgermeisters Adolf Sauerland.
Duisburg. ![]()
Oberbürgermeister Adolf Sauerland im Duisburger Rathaus. Foto: Marius BeckerEin Bündnis aus Duisburger Bürgern, Parteien und Gewerkschaften fordert die Abwahl des 56 Jahre alten CDU-Politikers: Sauerland trage die politische Verantwortung für die Genehmigung der Duisburger Loveparade, bei der im Sommer 2010 21 Menschen starben.
Entscheidend könnte die Höhe der Wahlbeteiligung werden. Während in einigen Wahllokalen am Sonntag nur sehr wenig Betrieb herrschte, stieß die Abstimmung anderenorts auf große Resonanz. Die Gegner des Oberbürgermeisters müssen mindestens 91 250 Stimmen für die Abwahl erreichen, dann müsste Sauerland kommende Woche sein Amt aufgeben.
Der Ausgang gilt als knapp. Wahlberechtigt sind in Duisburg rund 365 000 Menschen. Bei der letzten Kommunalwahl lag die Wahlbeteiligung nur bei rund 45 Prozent. Nach unterschiedlichen Angaben sollen schon 30 000 bis 40 000 Menschen per Briefwahl ihre Stimme abgegeben haben. Die Stadt Duisburg wird zur Wahlbeteiligung keine Zwischenstände veröffentlichen.
Sauerland hatte sich zuletzt optimistisch gezeigt. Er gehe davon aus, dass er auch nach Abschluss des Verfahrens Stadtoberhaupt sein werde, sagte er der "Bild"-Zeitung (Samstag). Im Zusammenhang mit dem Abwahlverfahren sprach Sauerland von einer "Kampagne" und einer "parteipolitischen Abrechnung". "Gut ist, dass mit der Abstimmung ein demokratischer Schlusspunkt gesetzt wird, den danach jeder akzeptieren muss." Regulär läuft Sauerlands Amtszeit bis 2015.

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