Klicken Sie aufs Bild, um über eine Karte zu Meldungen Ihrer Region zu gelangen.
Eddersheim. Seit Dienstag hat ...
Bei der BfU Eddersheim äußerten sich die Kandidaten zum Flughafen-Ausbau
Erstmals stellten sich die drei Bewerber für die Bürgermeisterdirektwahl am 25. April gemeinsam einer öffentlichen Gesprächsrunde.
Eddersheim. Seit Dienstag hat die Bürgerinitiative für Umweltschutz (BfU) drei neue Mitglieder: Karin Fredebold (FDP), Antje Köster (SPD) und Michael Minnert (CDU) zeigten sich solidarisch mit den Zielen der Bürgerinitiative und unterzeichneten die Beitrittserklärungen. Die Mitgliedschaft reichte aber nicht aus, um die Zuhörer im Begegnungshaus zu überzeugen. «Wir wünschen uns, dass der künftige Bürgermeister Seite an Seite mit uns kämpft», betonte der zweite BfU-Vorsitzende Walther Mayer. Die Wahlkämpfer durften sich in alphabetischer Reihenfolge äußern.
«Ich weiß, was Fluglärm bedeutet», zeigte sich die Eddersheimerin Karin Fredebold ortskundig. Sie teile den Wunsch der BfU nach null Nachtflügen, erklärte die FDP-Frau. «Eigentlich brauchen die Anwohner keine Studie, um zu wissen, dass sie belastet sind.» Momentan könne man allerdings nicht mehr machen, als auf das Ergebnis des Bundesverwaltungsgerichtshofes in Leipzig zu warten. Eine Lärmstudie für das Rhein-Main-Gebiet, wie sie bereits von mehreren Seiten gefordert wird, könne helfen, die eigenen Interessen deutlich zu machen. Fredebold will dafür werben, dass der passive Lärmschutz noch vor der Verabschiedung des Lärmschutzgesetzes als freiwillige Leistung der Fraport verwirklicht wird.
Baumsterben
Die Hochheimerin Antje Köster begann ihre Argumentation mit dem Verweis auf negative Auswirkungen für die Umwelt. Sie erinnere sich noch gut daran, wie sie als Kind im Kelsterbacher Wald gespielt habe. Jeder Baum der sterbe, bereite ihr körperliche Schmerzen, erklärte die Genossin. Dass die Region den Flughafen brauche, sei «unzweifelhaft», so Köster. In Bezug auf das Nachtflugverbot sei der Wortbruch der Landesregierung allerdings immens. Das von der Fraport vorgeschlagene Kompromissangebot mit zehn Nachtflügen lehnte die SPD-Kandidatin ab. Sie stehe dafür, «dass man alle Mittel und Wege ergreifen muss, gegen die Nachtflüge vorzugehen.» Köster befürwortet das Erstellen einer Gesundheitsstudie für das Rhein-Main-Gebiet. Dafür möchte sie mit den Städten und Gemeinden der Mainschiene zusammenarbeiten und Haushaltsmittel zur Verfügung stellen.
«Auch ich und meine Familie leiden ganz erheblich unter dem Fluglärm», betonte Michael Minnert. Der Eddersheimer hatte es am Dienstag nicht nur schwer, weil ihm als letztem Redner viele Argumente weggenommen wurden. «Ich bin in der misslichen Lage, dass die Landesregierung von meiner Partei getragen wird», gab Minnert zu. Er habe schön öfter sein Unverständnis über die Flughafenpolitik in Wiesbaden vorgebracht. «Wenn Minnert Bürgermeister ist, wird er sich massiv dafür einsetzen, dass es ein Nachtflugverbot gibt.»
- Seite 1 von 2
- Weiter


Umfassend über den Lieblingsverein informieren lassen. Immer gratis. Und bequem per E-Mail.
Kennen Sie unsere Webseiten fürs Handy? Alle Inhalte für iPhone und Co. Passend, gut lesbar und kostenlos.



Kommentare