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Info: Henningers dicke Kanone
"Dieser Kommunist soll sich erst einmal um seinen eigenen Verein kümmern, die haben an der Mauer die Leute erschossen". CDU-Fraktionschef Michael Henninger bringt die dicke Kanone gegen Bernd Hausmann in Stellung und spricht ihm das Recht ab, zu moralisieren.
Hofheim. ![]()
Michael Henninger Der Linke Hausmann hatte im Parlament mehr politische Moral eingefordert und dabei auf Henninger und Härder gezielt (siehe Artikel oben).
Es sei der Firma, in der er angestellt sei, nicht zuzumuten, dass sie keine Geschäfte mehr mache, weil er im Parlament sitze, noch ihm als Freizeitpolitiker, einen Posten als Geschäftsführer des Unternehmens abzulehnen, sagt Henninger. Im Parlament verlassen er und Härder auch immer brav den Saal, während die Koalitionsverhandlungen – auch über die Vorderheide – mit Grünen und SPD unter Henningers Führung stattfanden.
Was Hausmann als anrüchig ansieht, ist für Henninger ganz normal. Egal, wer für die CDU verhandelt hätte, das Ergebnis sei auf jeden Fall das gleiche gewesen. "Wir haben ein alten Parteibeschluss, dass Vorderheide II gebaut wird. Der ist einstimmig. Der Beschluss, mit den Grünen zu verhandeln, hatte nur eine 80-prozentige Mehrheit. Am Ende hätte nur das Ergebnis pro Vorderheide stehen können, egal wer die Verhandlungen für die CDU führt.
In der Tat ist die Koalition zwischen CDU und Grünen zum Schluss an unüberwindbaren Gegensätzen beim Thema Vorderheide gescheitert. In allen fast anderen Punkten waren sich die beiden Fraktionen einig. Sie betonen auch beide, wie fair und freundschaftlich die Gespräche verlaufen seien.
Mit FDP und FWG, der sogenannten "Bürgerlichen Koalition" war die CDU dagegen schnell zu Ende. Darauf hatten die Christdemokraten wohl wenig Lust, die vorherige CDU/FDP-Koalition war jedenfalls keine Liebesverbindung und ähnelte mehr einem Scheidungskampf.
Blieb als dritte Möglichkeit die SPD. Die Gespräche mit den Genossen waren schnell beendet. "Es gab keine großen Gegensätze, die meisten Sachen in Hofheim wurden ohnehin mit großer Mehrheit abgestimmt", sagt Henninger. Zudem sind die ganz dicken Brocken – Chinonplatz und Kellereiplatz – bis auf die Bücherei erledigt. Sie wurden zur Zeit der großen Koalition aufs Gleis gehoben. Von daher kennen sie die Beteiligten auch bestens und wissen, wie der andere "tickt".
Das wird auch im Rathaus bleiben. Die Koalitionäre haben vereinbart, die Stadträte Wolfgang Exner (CDU) und Wolfgang Winckler (SPD) für eine weitere, letzte Amtsperiode zu wählen. In einem Aufwasch, auch wenn man bei Erstem Stadtrat Exner noch einen Monat Zeit hätte. Aber der Aufwand, finden die Fraktionen, sei überflüssig.



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