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Klirrende Kälte hat Hessen fest im Griff
Gefährliche Eiszapfen, gefrorenes Löschwasser und eine Blaumeise in der Falle: Die Minusgrade sorgen in Hessen für Probleme. Meteorologen sagen währenddessen weiter "Gefrierschrank-Temperaturen" voraus.
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Es ist eisig kalt: Nur dick eingemummelt wagt es diese Frau auf die Straße. Offenbach. Die klirrende Kälte hat Hessen fest im Griff: Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt machen der Feuerwehr, der Polizei und auch einigen Tieren zu schaffen. In der bislang kältesten Nacht des Winters wurden von Donnerstag auf Freitag in Sontra (Werra-Meißner-Kreis) minus 18 Grad gemessen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach erwartete auch für die kommenden Tage Eiseskälte und an manchen Orten Schnee. "Mit Höchsttemperaturen zwischen meist minus 10 und minus 5 Grad bleibt es aber weiterhin auch tagsüber frostig", sagte der DWD für Samstag voraus.
Die Minusgrade bescheren den Rettungsdiensten ungewöhnliche Einsätze. So rettete zum Beispiel die Polizei in Mühlheim bei Offenbach eine bibbernde Blaumeise. Der Vogel war mitten auf einer vielbefahrenen Straße mit seinen Füßen festgefroren. Die Wiesbadener Feuerwehr musste diese Woche zweimal hoch hinaus: An einem Heizkraftwerk hatten sich in 60 Metern Höhe Eiszapfen gebildet. "Wir mussten die Höhenrettungsgruppe alarmieren", sagte ein Sprecher. Weil die Zapfen abbrechen konnten, mussten Feuerwehrleute sie abschlagen.
Auch bei Brandeinsätzen hat die Feuerwehr Probleme, zum Beispiel wenn Löschwasser auf den Straßen gefriert. "Da kann sich Glatteis bilden", sagte der Sprecher der Frankfurter Feuerwehr, Hans-Jürgen Kohnert. Bei einem Brand in Villmar (Kreis Limburg-Weilburg) mussten am Donnerstag Streufahrzeuge anrücken, etwa sieben Stunden hatten die Arbeiter gegen die Eisglätte gekämpft. Feuerwehrleute mussten ein Loch in einen vereisten Löschteich schlagen.
In Lollar bei Gießen sorgte ein Rohrbruch für Alarm. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) mussten am Donnerstag ausrücken, weil das Wasser einem Fachwerkhaus schwer zusetzte und dieses seither als einsturzgefährdet gilt. Nach Angaben eines THW-Mitarbeiters hatten sich auch Deckenteile gelöst. Die betroffenen Stellen werden nun stabilisiert. Die genaue Ursachensuche laufe noch, aber im Sommer wäre das wohl nicht passiert, sagte er.



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