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Die «Pistenpost» schweißt den Skiclub zusammen
Kelkheim. Mit seiner 100. Ausgabe feiert der Verein nun Jubiläum. Nach den bescheidenen Anfängen präsentiert er erstmals ein Hochglanzheft ganz in Farbe.
Viele Clubs haben ihre eigenen Vereinszeitungen – mal sind sie weniger professionell gemacht, mal mehr. Mal sind es kurze Mitteilungsblätter, mal ganze Hochglanzbroschüren. Und nicht alle erscheinen regelmäßig, meist geben die Vereine zu Jubiläen umfangreiche Hefte heraus. Nicht so der Skiclub Kelkheim (SCK): Hier ist – wie in der Loipe oder auf der Piste – Ausdauer gefragt. Seit 1974 bringt der Verein ohne Unterbrechung seine Clubzeitung zwei Mal im Jahr heraus – und jetzt feiert die «Pistenpost» Jubiläum: Vor kurzem ist die 100. Ausgabe aus dem Druck gekommen – mit einer Auflage von 600 Stück und zum besonderen Anlass erstmals komplett in Farbe.
«Das Printmedium ist, allen früheren Unkenrufen zum Trotz, bisher nicht ausgestorben. Im Gegenteil, es erfreut sich gar wieder zunehmender Beliebtheit», weiß Vorsitzender Alfred Herrmann. Deshalb setzt der Verein auf seine «PP», denn die könnten 480 Mitglieder aus der Rhein-Main-Region an jedem Ort, beim Frühstücken oder vorm Einschlafen lesen. Das Heft habe den «Zusammenhalt des Clubs geprägt», sagt Holger Müller, einer der Redakteure der ersten Stunde. Die «Pistenpost» sei der «Kleber für den Verein», sagt der Mitarbeiter einer Werbeagentur.
Verbotene Kopien
Mit diesem Fachmann an der Spitze ging‘s 1974 los. Von einer umfangreichen Zeitung war anfangs aber noch nicht die Rede, vielmehr wollte der langjährige und inzwischen verstorbene Vorsitzende Heinz Maschke dem 1973 gegründeten Verein «eine Informationsquelle bieten, in der alles Wichtige dokumentiert werden konnte», blickt Müller in der Jubiläumsausgabe zurück. Mit Schreibmaschine, Blei- und Filzstift legten Müller, Reiner und Stephan Kretzschmar sowie Uschi Dannemann lob. «Manchen Schweißtropfen gab es, damit alles zum geplanten Redaktionsschluss fertig werden konnte», weiß Müller, der als «Handwerker» die Seiten zusammenbastelte. So musste Reiner Kretzschmar die Exemplare in der Firma kopieren – sehr zum Ärger der Kollegen, wenn gerade 1500 Blatt durchliefen.
Es dauerte nicht lange, da waren die «Club-Nachrichten» passé. Der SCK hatte einen Namenswettbewerb für seine Zeitung initiiert, und die «Pistenpost» von Harald Weil machte das Rennen. Auch Inhalt und Layout wurden fortschrittlicher. Die Titelseite erhielt ein großes Foto, Texte und Bilder wurden übersichtlicher platziert, die Jugend hatte eine eigene Seite. «Ja, wir machten Zeitung», ist Müller heute noch stolz auf das Team und sagt: «Ohne ,Pistenpost» wäre der SCK wie ein Skifahrer ohne Ski. Das Papier ist zwar weiß wie Schnee, aber der Inhalt ist vielfältig und bunt.»
Schneetexte im Sommer
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