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Ein Blick hinter den Beton
Noch eine Baustelle, doch Mitte Oktober sollen die Kunden durchs neue Chinoncenter bummeln
Da reicht keine einfache Leiter: So hoch, wie das Chinoncenter im Inneren ist, muss schon eine Hebebühne her, wenn Arbeiten an der Decke anstehen. Fotos: Reuß
Von Hanspeter Otto
Wem das Einkaufszentrum von draußen groß vorkommt, der sollte sich das Gebäude erstmal von innen ansehen. . .
Hofheim. An den Anblick des ewig langen Chinoncenters haben sich viele Hofheimer noch nicht gewöhnt. Immer wieder hört man die oft mit bangem Unterton gestellte Frage: «Wie das wohl aussieht, wenn’s fertig ist?» Olaf Zocher, Bauleiter der MIB kann die Antwort geben: «Viel Glas, heller Putz und alles von einem breiten Streifen schwarzen Granit unterbrochen, der das Gebäude in der Mitte waagerecht teilt.» In den nächsten Tagen wird das Center neu eingerüstet. Dann kommen die Verputzer. Das Center soll zur Elisabethenstraße hin schnell fertig werden, denn «Gerüste und Bauzäune», sagt Zocher, «kosten viel Geld.» Die Schaufensterscheiben werden nach und nach ein gesetzt, gestern wurde auch die Frontverglasung der Mall zur Elisabethenstraße hin eingehängt.
Glas und Stahl
So richtig deutlich werden die gewaltigen Ausmaße des Centers erst von Innen. Die sogenannte «Mall», der glasüberdachte Verbindungsweg zwischen den beiden Baukomplexen, der von außen noch sehr nach verrammelter Baustelle aussieht, präsentiert sich von innen als heller, hoher und vor allem überraschend breiter Durchgang. Zurzeit besteht das Dach noch aus klarem, teils noch zugeklebtem Glas und einer langen Stahlbahn, an der eifrig mit allem möglichen Leitungen und Strippen gearbeitet wird. Wie die Mall am Ende aussehen wird, da hüllt sich Zocher in Schweigen. «Das hat der englische Architekt James Craven geplant, das wird unser MIB-Entree. Aber dazu verraten wir nichts.» Auf Plänen war mal eine Mall mit Bäumen und Kinderspielplatz, Schaufensterflächen und riesigen Kinoplakaten zu sehen. Jetzt deutet Zocher nur an, dass in der Halle, so wirkt die Mall, wohl mit Lichteffekten in Decke und Boden gearbeitet wird.
Mitbestimmung
Für das Erscheinungsbild ihrer Läden sind C&A, H&M und Konsorten selbst verantwortlich. Damit hat die MIB nichts zu tun, das bestimmen die Firmen selbst oft bis in die feinsten Nuancen. Abgestimmt werden die Arbeiten aber auch mit Bauleiter Zocher. Wünsche und Sonderwünsche hin oder her, als Eröffnungstermin ist Mitte Oktober angepeilt. «Wir sind da sehr gut in der Zeit», ist Zocher zufrieden. Und er ist sicher, dass auch die Mieter zeitgerecht fertig werden.
Während die Läden oben an der Mall noch ihrer Vollendung harren, sind im Untergeschoss sogar schon die Böden verfliest. Der Edeka ist so riesig, dass der Lidl gegenüber fast wie ein Tante-Emma-Laden wirkt. Die Treppe zum kleinen Parkdeck im Untergeschoss ist fertig, der Rollsteig wurde angeliefert aber ist noch verpackt. Nur die große Treppe in die Mall fehlt noch, sie wird später einfach eingehängt.
Das kleine Parkdeck im Untergeschoss mit rund 70 Stellplätzen ist vor allem für den schnellen Besuch in den Lebensmittelläden gedacht. Oben kann man parken, so lange man mag. In den hellen Parkdecks gibt es auch Dauerparkplätze zu vermieten. Das Parkdeck im ersten Obergeschoss und das ohne Dach im zweiten wirken so groß, wie zwei etwas versetzt aneinandergehängte Fußballplätze. «Sie sind bis auf Kleinigkeiten fertig», sagt Zocher. Die extrem breiten Auffahrten haben eine für ein Parkhaus recht mäßige Steigung und auch auf den Parkdecks ist reichlich Platz zum Fahren und Rangieren. Da gibt es weitaus schlimmere Bauwerke, die auf autofahrende Kunden regelrecht abschreckend wirken.
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