Franzi – Glanzpunkt des Balls

Alles ein wenig einfacher zum 30. Opernball

Zum 30. Jubiläum des Frankfurter Opernballs am 25. Februar zaubert Veranstalter Manfred Pasenau eine Riege an internationalen Superstars aus dem Hut. Könnte man meinen – ist aber nicht so.

Frankfurt. Eines der wenigen Glanzlichter beim diesjährigen Opernball in der Alten Oper: Ex-Schwimmstar Franziska van Almsick. Foto: WeisDen glanzvollen Gäste-Höhepunkt bildet der Ex-Schwimmstar Franziska van Almsick. Echte Größen aus Show und Schauspiel machen sich rar. "Die Weltstars kosten viel Geld", begründet Pasenau den Promischwund. Die Zeiten, als noch Gäste wie Sophia Loren ganz ohne Bezahlung, nur des Spaßes halber, die Alte Oper beehrten, sind längst vorbei. Na ja, ein wenig Geld war dann wohl doch noch da – immerhin halten der britische Schlagersänger Tony Christie und die italienische Schauspielerin Naike Rivelli die internationale Fahne ein wenig hoch. . .

Ein Blick auf die Eintrittspreise wirft jedoch die Frage auf, warum die Veranstalter nicht in eine spektakulärere Gästeliste investieren. 750 Euro kostet ein Sitzplatz im Parkett. Wohl gemerkt, die Gaumenfreuden von Gerd Käfer exklusiv. Für Nebraska Beef und Lammkarree muss erneut das Portemonnaie gezückt werden. "Begehrtestes Essen am Ballabend ist der Ferngucker, so Pasenau. Diese Vorspeisenplatte gibt es nur auf Vorbestellung. Für 38 Euro warten am Tisch dann unter anderem geräucherter Wildlachs, eine Reh-Terrine sowie weißer Spargel auf die Gäste. Und nicht zu vergessen, Käfers ganzer Stolz, der australische Riesenscampi. "Das ist fast ein Hummer", schwärmt der Gourmet-Koch.

Dazu das passende Getränk zu finden, ist nicht schwer. Denn zum 30. Opernball gibt es eine extra kreierte 1,5 Liter Magnum-Wein-Flasche, die eine Mischung aus Sangiovese, Merlot und Cabernet Sauvignon enthält. "Ein sehr leichter Tropfen, mit wenig Säure", erklärt Weinkenner Gerd Käfer. Abgesehen von dieser Limited Edition gibt es allerdings keine Besonderheiten zum Jubiläum. Im Gegenteil, ein fester Bestandteil wurde sogar abgeschafft: Der Opernball verzichtet in diesem Jahr auf eine Benefiz-Aktion. "Das war immer sehr viel Aufwand und hat mich letztendlich mehr gekostet, als es den Partnern eingebracht hat", erklärt Pasenau.

"Fast ein Hummer", meint Gerd Käfer (l.) zu Veranstalter Manfred Pasenau. Foto: KammererTrotzdem seien bis jetzt fast 90 Prozent der Karten verkauft. Denn auch mit einem etwas schmaleren Budget ist der Opernball erschwinglich. Gerade junge Menschen sollen eine Möglichkeit haben, unter dem Motto "Night of Swing & Elegance" mit zu feiern. Daher gibt es Jugend-Flanierkarten für 130 Euro. Die Bevölkerung jenseits der 25 Jahre muss für eine solche Karte, ohne Sitzplatz, 240 Euro auf den Tisch legen.

Die Auftritte der Schlagerstars Tony Christie und Marianne Rosenberg können auch die Flaniergäste live miterleben. Immer dabei sind auch die politischen Stammgäste Volker Bouffier, Petra Roth und Boris Rhein.wch

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