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Keine Perspektive für neue Wehr
Brandschützer konzentrieren sich auf die Erweiterung des Altbaus
Die Studie zeigt, wie sich das Haus mit sechs statt vier Boxen (mit Platz für Wagen anderer Wehren) an der Stettiner Straße einfügt.
Das Gerätehaus aus dem Jahr 1975 ist zu alt und viel zu eng. Doch die vielen Diskussionen haben bisher kaum etwas gebracht.
Münster. Die kleine Fahrzeughalle gleicht einer Rumpelkammer: Hier platzen Spinde aus allen Nähten, die Helme liegen verteilt obendrauf. Dort stehen die Schläuche zwar säuberlich aufgerollt, aber doch eng zusammengedrängt im Regal. Und gleich hinter den Fahrzeugen fällt eine bunte Ecke auf: Da hat die Feuerwehr Münster ein Tischfußballspiel, Fußballtore sowie eine Kiste mit anderen Sportgeräten gelagert.
«Das Hauptproblem ist die Enge. Wir haben keine Lagermöglichkeiten», sagt Wehrführer und Vereinsvorsitzender Christian Kopp. Wer das hört, wundert sich beim Rundgang durchs Gerätehaus nicht mehr. Im Gruppenraum sieht es zwar ordentlich aus. Doch der Schein trügt: Denn ein Teil der Utensilien lagert in einer Doppelgarage hinter dem Haus, und einen Duschraum hat die Wehr zu einem weiteren Lager umfunktioniert. Derzeit überlegen die Brandschützer sogar, wo sie einen Übersee-Container herbekommen, um weitere Sachen dort abzustellen.
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Auch wenn die Wehr alles versucht, um am Standort an der Zeilsheimer Straße klar zu kommen, so sinkt doch die Motivation von Tag zu Tag. «Irgendwann ist die Leidensfähigkeit der Mannschaft erschöpft. Die Arbeitsbedingungen frustrieren die Leute natürlich», weiß Kopp. Da sich die Diskussionen im Kreis drehen – die UKW hatte einen neuen Standort auf dem Gelände der Druckerei Pabst vorgeschlagen, der Bürgermeister bringt wieder eine Sanierung ins Spiel (siehe Text unten) – besinnt sich das Team nun wieder auf seine eigenen Ideen. «Wir werden uns überlegen, was wir auch diesem Standort machen können», kündigt der Wehrführer und Vereinschef an. Ein Arbeitskreis hat sich bereits getroffen. Nun werde ein Konzept für einen Umbau oder Anbau anvisiert. Denn erneut einige Jahre warten, ohne dass sich etwas tut, wollen die Münsterer nicht. «Wir gehen derzeit davon aus, dass es keinen neuen Standort gibt», macht Kopp deutlich. Die Kosten für den favorisierten Neubau an der Stettiner Straße seien mit rund 2,5 Millionen Euro für den Etat der Stadt zu hoch. Zudem «mahlen die öffentlichen Mühlen ja langsam», weiß Kopp. Er und seine Kollegen ärgern sich über eine «Perspektivlosigkeit». Die «klare Absichtserklärung» aus der Politik fehle – daher wollen sie das Heft selber in die Hand nehmen. Trotzdem hat Kopp den Neubau nicht ganz abgehakt: «Wir greifen nach jedem Strohhalm, wenn es eine Realisierungschance gibt.»
Neben der Stettiner Straße, die die UKW wegen der Lage im Naturgebiet Sindlinger Wiesen ablehnt (Kopp: «Das ist weder ein Biotop, noch ein Gebiet zur Naherholung, sondern eine Brombeerhecke und eine Pferdekoppel»), zählen nach einer umfangreichen Analyse noch zwei Standorte zu den Favoriten: ein Grundstück an der Königsteiner Straße/Padenwiesen und eines an der Industriestraße Straße/Weilbacher Straße. Beim zweiten Areal ist jetzt die dort angesiedelte Autowerkstatt ins Industriegebiet umgezogen. Möglicherweise könne dies eine Chance sein, überlegt Kopp.
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