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Märchenhafter Krimi der Kult-Autorin
„Schneewittchen muss sterben“ ist der neuste Roman von Nele Neuhaus
Nele Neuhaus auf der Fußgängerbrücke in Sulzbach, einem der Schauplätze ihres neuen Krimis. Foto: Maik Reuß
Sulzbach, Altenhain, Eschborn und Königstein sind die Schauplätze des neuen Taunus-Thrillers.
Sulzbach. Es war einmal ein kleines Mädchen, das davon träumte, Schriftstellerin zu werden. Das machen viele Mädchen und wenn man sie zwanzig Jahre später fragt, was aus dem Traum geworden ist, gibt’s als Antwort ein resignierendes Schulterzucken. Anders Nele Neuhaus: Die Kelkheimer Autorin hat eine märchenhafte Karriere hinter sich – und das binnen weniger Jahre. Märchen sind nicht der Stoff, aus dem ihre Bücher gemacht sind, sondern Krimis. Märchenhaft indes kommt der Titel ihres neuen Buchs daher, das vor wenigen Tagen auf den Markt kam: «Schneewittchen muss sterben».
Spiegel-Bestsellerliste
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Schon jetzt steht das 530 Seiten starke Werk bei der Amazon-Bestsellerliste auf Rang 11. Das ist nicht alles: «,Schneewittchen muss sterben’ ist nach nur drei Tagen im Verkauf auf dem 29. Platz der Spiegel-Bestsellerliste Taschenbuch – das ist sensationell», freut sich Nele Neuhaus beim Gespräch mit dem Kreisblatt. Am kommenden Samstag 19. Juni, wird sie ihre neuestes literarisches «Kind» dann von 16 Uhr an bei einer Lesung in der Sodener Tanzschule Pelzer vorstellen. Und obwohl sie als echter Profi eigentlich abgebrüht sein müsste, gesteht die 42-Jährige, dass «ich wie immer aufgeregt bin und hoffe, dass die der Premiere ein Erfolg wird».
Wird sie bestimmt – wie ihre gesamte Karriere. Und die begann vor fünf Jahren mit ihrem ersten Krimi «Unter Haien». «Kaum zu glauben, dass das erst fünf Jahre her ist», meint die charmante Zwillingsfrau, die stets gute Laune versprüht. Nicht ganz ernst genommen wurde sie damals, als sie ihren Romanerstling präsentierte. 1000 Exemplare war die Erst-Auflage und wie so viele andere junge Schriftsteller vermarktete sie es im Eigenverlag. Allen Unkenrufen zum Trotz wurde «Unter den Haien» ein Erfolg ebenso wie die weiteren Bücher, die sie anschließend schrieb. Der «kleinen Tochter» des ehemaligen Main-Taunus-Landrats Bernward Löwenberg gelang es, sich in der Krimi-Szene zu etablieren. Die spannenden Thriller, die außer dem Erstling allesamt im Taunus spielen, haben inzwischen Kult-Status. Was ihren Erfolg ausmacht? Es ist sicherlich die ganz spezielle Mischung aus Thriller, gepaart mit Lokalkolorit und peppiger Sprache. Und diesen Mix serviert die Vielbeschäftigte, die neben dem Schreiben noch ganz nebenher täglich im Fleischgroßhandel ihres Mannes in Schwalbach arbeitet, auch in «Schneewittchen». Schon sind wir mitten im Geschehen: Der Krimi beginnt mit einem Mord an der Fußgängerbrücke über die Limesspange bei Sulzbach. «Hier stehe ich jeden Tag nach der Arbeit im Stau», schildert sie, wie ihr die Idee zu diesem Roman kam, der übrigens beim List-Verlag, einem Ableger von Ullstein erschienen ist.
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