"Cybermobbing wird bei uns nicht geduldet"

Die Gesamtschule Am Rosenberg geht offensiv mit dem Thema um

Das Internet ist eine großartige Erfindung, birgt aber – auch gerade für junge Menschen – erhebliche Gefahren.

Auch mit Fotos, die man ins Internet stellt, sollte man vorsichtig sein.Hofheim. Cybermobbing ist Mobbing – und es kann Leben ruinieren. So steht es im Untertitel des Films "Let’s fight it together", den die Schüler einer sechsten Klasse der Gesamtschule Am Rosenberg am vergangenen Dienstag vorgeführt bekamen. Unter dem Motto "Spaß im Netz – aber sicher", informierten die Jugendbildungsreferentinnen des Main-Taunus-Kreises Bettina Graf und Christine Coutandin über Mobbing im Internet und den Umgang mit persönlichen Daten in den "Online-Communities" – Facebook und Schüler-VZ. Zwar ist gerade Facebook erst für Jugendliche ab 13 Jahren erlaubt, es sei jedoch wichtig, die Schüler aufzuklären, bevor sie sich auf dieses Portal begeben, so die Medienreferentinnen. Und weil Schulleiter Rolf Richter und Michael Eberhardt, Sozialpädagoge an der Schule, dies genauso sehen, kamen alle sechsten Klassen in den Genuss dieser Fortbildung. Eberhardt und Richter sehen diese Veranstaltung als wichtigen Teil der Schulsozialarbeit an der Gesamtschule Am Rosenberg.

"Heute sind die Kinder aber schon besser aufgeklärt, als noch vor zwei Jahren", sagt Coutandin. Trotzdem, am wenigsten bewusst sei den Kindern, welche Bilder sie hochladen dürften: "Man muss immer erst fragen, ob der andere sein Foto im Netz stehen haben will", so die Referentin. Passwörter solle man nie an Dritte weitergeben, auch nicht an die beste Freundin. "Daran sind schon Freundschaften zerbrochen, weil der andere aus Spaß Unsinn auf der jeweiligen Seite angestellt hat", sagt die Medienbeauftragte Graf. Passwörter bilde man am besten aus Sonderzeichen und den Anfangsbuchstaben von Spaßsätzen, zum Beispiel: Deine Katze ist grün und rennt 23x unterm Bett durch?, Passwort: DKigur23xuBd? Darauf komme so schnell niemand. Fantasie sei auch bei der Sicherheitsfrage wertvoll: Wer bei der Frage nach dem Lieblingsessen Spaghetti angebe, sei leicht auszuspähen, erzählen die Frauen.

Die Schüler der Gesamtschule Am Rosenberg wüssten sich im Falle von Cybermobbing aber schon gut zu helfen. Klar ist, dass man seinen Account nicht für alle sichtbar macht und falls man fiese Nachrichten erhält, weiß David: "Auf keinen Fall löschen, das sind Beweise". Melina ergänzt: "Das hat gar nichts mit Petzen zu tun." Recht hat sie. Denn wer andere diffamiert, verstößt gegen das Gesetz und das wird dann am Ende zu einer Angelegenheit für die Polizei – auch wenn die Kids oft noch nicht strafmündig sind. Da wird auch in der Gesamtschule am Rosenberg nicht lange gefackelt, "Cybermobbing wird bei uns nicht geduldet", sagt Schulleiter Rolf Richter unmissverständlich.yw

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