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Cyriax für Schul-Neubau in der Einflugschneise
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Die Riedschule soll erweitert werden – trotz der Lärmschutzzone, die dies eigentlich verbietet. Foto: NietnerFlörsheim. Die Riedschule soll erweitert werden. Wie Landrat Michael Cyriax (CDU) gestern mitteilte, soll in dem Neubau ein Ganztagsbereich eingerichtet werden. Allerdings stehe die Schule in einer Lärmschutzzone, in der nach dem Fluglärmschutzgesetz keine neuen Schulgebäude errichtet werden dürfen. Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt könne jedoch Ausnahmen im Rahmen dieses Bundesgesetzes zulassen, sofern ein öffentliches Interesse hieran bestehe. Cyriax appellierte an das RP, den Erweiterungsbau zu genehmigen: "Flörsheim ist eine Stadt mit Zukunft, die trotz Fluglärm lebenswert bleiben soll."
Der Kreis habe bereits einen Antrag gestellt, das Bauverbot für den Neubau aufzuheben, ergänzte Schuldezernent Wolfgang Kollmeier: "Wir können die Riedschule nicht einfach auf einer grüne Wiese außerhalb der Schutzzone erweitern". Die Schüler brauchten den Erweiterungsbau dringend. Bereits 2010 sei die Schule ins Ganztagsprogramm des Landes aufgenommen worden, mittlerweile nutzten mehr als 100 Schüler das Nachmittagsangebot. Mit dem Ganztagsbereich, in dem es eine Mensa geben soll, wolle der Kreis auch die nötigen baulichen Bedingungen bieten.
"Wir lassen Flörsheim nicht im Stich und wollen daher mit dem Erweiterungsbau ein Zeichen für diese Stadt setzen", so Cyriax. Es gehe jedoch um weit mehr als nur um den Ausbau des Schulstandorts. Die Herausforderung für Flörsheim bestehe darin, als Wohnort attraktiv zu bleiben. Hierbei wolle der Kreis die Stadt unterstützen. "Flörsheim muss sich entwickeln können, dafür setzen wir uns ein", so Cyriax.
Stimmt das RP zu, könnten die Arbeiten für den Ganztagsbereich in den Sommerferien 2012 beginnen und würden rund ein Jahr dauern. Die Kosten für das Erweiterungsgebäude betragen 5,8 Millionen Euro. Eine massive Stahlbetonbau-Konstruktion und spezielle Schallschutzfenster sollen den Fluglärm in den künftigen Räumen senken. "So wollen wir die Lernbedingungen für die Schüler erträglich gestalten", erläutert Kollmeier.
Neben dem Schallschutz stehe eine barrierefreie und Energie sparende Bauweise im Zentrum der Pläne. Im Neubau sollen Aufzüge, Rampen und breite Türen den Zugang zu allen Räumen auch für Menschen mit Behinderung ermöglichen. Die geplante Photovoltaikanlage auf dem Neubau werde mehr Strom produzieren, als die Schule verbrauche.
Unterdessen laufen noch die Sanierungsarbeiten am Altbau der Riedschule. Zum kommenden Schuljahr können die Kinder, die derzeit noch in Containern unterrichtet werden, in den Altbau einziehen. Der Kreis hat 4,6 Millionen Euro investiert, um das exakt 100 Jahre alte Gebäude barrierefrei zu gestalten, Fenster, Türen und Wände zu dämmen und Räume für die Sprachheilschule zu schaffen.hk



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