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Die 100-Tage-Fluglärm-Bilanz
Bürgerinitiative fordert Stilllegung der Nordwest-Landebahn und weniger Flugbewegungen über Rhein-Main
Am Samstag sind es 100 Tage, seit die Landebahn Nordwest eröffnet wurde. Dies ist Anlass, ein Zwischenfazit zu ziehen.
Hochheim. ![]()
Auf einem Protestplakat listen Ausbaugegner die Besitzverhältnisse der Fraport-Aktiengesellschaft auf. Foto: Nietner Es war für viele Bewohner der Rhein-Main-Region ein schwarzer Tag: Vor fast 100 Tagen, am 21. Oktober 2011, wurde die neue Landebahn am Frankfurter Flughafen in Betrieb genommen. Seit diesem Tag kämpfen Tausende "gegen menschenunwürdige Zustände", teilt die Bürgerinitiative (BI) gegen Fluglärm Flörsheim-Hochheim mit. Mit drastischen Worten schildern die Lärmopfer die Zustände bei Ostwetterlage in der Nachbarstadt Flörsheim.
Gigantischer Schatten
"Zuerst ist es nur ein Donnergrollen am Horizont. Dann ein ohrenbetäubendes Brüllen und Pfeifen, das immer noch lauter wird. Ein gigantischer Schatten verdunkelt die Sonne: Das ist Flörsheim am Main seit der Inbetriebnahme der neuen Landebahn Nordwest am Frankfurter Rhein-Main-Flughafen." Teilweise im Minutentakt würden die Maschinen die Landebahn anfliegen, die auf der anderen Mainseite liegt. 80 bis 90 Dezibel werden bei jedem Überflug in Flörsheim gemessen.
Die Landebahn-Eröffnung sei einer "der dunkelsten Momente in der Geschichte der gesamten Region" gewesen. Denn mit der Inbetriebnahme der Nordwest-Landebahn im vergangenen Oktober habe sich "von einer Sekunde auf die andere das Leben vieler tausend Menschen in massiver Form" geändert. In den folgenden Tagen dröhnten bei Ostwind nahezu im Minutentakt die Flugzeuge in teilweise weniger als 250 Metern Höhe über die Dächer der Menschen hinweg – über 300 Maschinen täglich. "Aus der bis dahin lebenswerten Region wurde ein verlärmter, unbewohnbarer Ort", kritisiert eine der BI-Sprecherinnen, Carola Gottas, die Folgen.
Klare Forderungen
Die Forderungen des Bündnisses der Bürgerinitiativen gehen über das Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr hinaus. Ganz oben auf der Liste steht die Stilllegung der neuen Landebahn sowie die Verringerung der Flugbewegungen insgesamt. Die Solidarität und Moral unter den Menschen der betroffenen Gemeinden seien überwältigend, so die BI-Sprecherin. Für die Initiatoren stehe fest, den Kampf gegen den Fluglärm erst dann aufzugeben, wenn die Forderungen erfüllt seien.
"Bis dahin ist die Botschaft eindeutig: Wir kämpfen weiter – gegen den unzumutbaren Fluglärm in der Rhein-Main-Region", kündigt Carola Gottas an. meh



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