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"Heiße Luft" von Ochs
SPD-Kritik an Ideen des Bürgermeister-Kandidaten zur Altstadt
Genossen vermissen Initiativen zur Belebung des Einzelhandels.
Flörsheim. Zwar wollten die Sozialdemokraten nach Aussagen ihres neuen Fraktionschefs Wolfgang Pokowietz den Wahlkampf für die Bürgermeister-Direktwahl am 3. Juni erst nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofes zum Nachtflugverbot Mitte März starten. Doch nun kritisiert Pokowietz den CDU-Bürgermeisterkandidaten Markus Ochs heftig. Grund dafür ist dessen Vorschlag zur Belebung der Altstadt. Ochs, der auch Geschäftsführer der städtischen Terra Entwicklungsgesellschaft mbH ist, hatte vorgeschlagen, dass die Terra leerstehende Ladenlokale in der Innenstadt anmietet und an Existenzgründer günstig weitervermietet. Diese müssten dann dafür einheitliche Öffnungszeiten und gemeinsame Aktionen garantieren.
Doch bei der SPD findet dieser Vorschlag derzeit keine Gegenliebe. Im Gegenteil: Die Sozialdemokraten zeigen sich "verwundert" über Ochs. "Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, dass der Erste Stadtrat Markus Ochs in Flörsheim nie politische Verantwortung getragen hat. Tatsächlich ist er seit circa fünf Jahren stellvertretender Bürgermeister und hatte die meiste Zeit davon sogar mit seinen Freunden von CDU und FPD eine Mehrheit in Magistrat und Stadtverordnetenversammlung", erklärt SPD-Chef Pokowietz.
Unausgegoren?
Der Genosse setzt seine Kritik fort: "Uns ist nicht bekannt, dass er maßgebliche Initiativen eingebracht hätte, die abgelehnt worden wären. Er hat wohl auch kaum wesentlichen Beschlüssen des Magistrats in den letzten Jahren nicht zugestimmt. Da stellt sich doch die Frage, was er die ganze Zeit gemacht hat, wenn er jetzt angeblich so viele Dinge besser machen will."
Auch die jüngsten Vorschläge des Bürgermeisterkandidaten Ochs, die er als Geschäftsführer der Terra umsetzen wolle, seien in den Augen der SPD merkwürdig. Immerhin sei Markus Ochs schon seit einiger Zeit Geschäftsführer der Terra. Er habe bisher weder dem Aufsichtsrat der Terra, noch den städtischen Gremien solche Vorschläge gemacht. Es sei seltsam, dass er dies jetzt in der Presse tue. Vielleicht liege das allerdings auch daran, dass die Vorschläge unausgegoren seien und einer ernsthaften Prüfung durch Aufsichtsrat und städtische Gremien nicht standhielten.
"Da gibt es einen Bürgermeisterkandidaten, der alles anders machen will und einen Ersten Stadtrat, der all’ das in seiner Amtszeit nicht gemacht hat. Beide heißen Markus Ochs. Weniger heiße Luft und mehr Bekenntnis zum eigenen Tun wären da wohl angebrachter", ätzte Wolfgang Pokowietz abschließend. hk



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