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ÖPNV kostet 265 Mio. Euro
Zwei Drittel davon kommen über Fahrscheine wieder rein
Erstmals liegen konkrete Zahlen vor, wie viel der öffentliche Nahverkehr in Frankfurt genau kostet: Der Aufwand für Busse und Bahnen liegt insgesamt bei rund 265 Millionen Euro im Jahr. Etwa zwei Drittel davon finanzieren die Fahrgäste, der Rest sind Zuschüsse.
Frankfurt. ![]()
Mit den Straßenbahnen sind die Fahrgäste zufrieden. Foto: Maik ReußDie Finanzierung des öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) ist ein kompliziertes Konstrukt. Es gibt unzählige Zuschüsse und Beihilfen. Wie viel Geld insgesamt fließt, wusste bisher niemand so genau. Jetzt hat die städtische Nahverkehrsgesellschaft erstmals den von der EU geforderten Gesamtbericht über den öffentlichen Nahverkehr veröffentlicht. Er bezieht sich auf das Jahr 2010.
Zuschüsse
Darin enthalten sind auch genaue Zahlen über Kosten und Zuschüsse. Demnach kostete die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) der Betrieb von U-Bahn und Straßenbahn im Jahr 2010 insgesamt 212,5 Millionen Euro. Zwei Drittel davon wurden aus Fahrgeldeinnahmen finanziert, der Rest (70,8 Millionen Euro) aus öffentlichen Mitteln. Dazu zählen unter anderem Ausgleichszahlungen des Landes für die vergünstigte Beförderung von Schülern und Schwerbehinderten und vor allem die Quersubventionierung innerhalb des Stadtwerke-Konzerns. Das Defizit der VGF wird aus den Gewinnen der Mainova ausgeglichen. Fast 159 Millionen Fahrten wurden 2010 in den U- und Straßenbahnen registriert.
Beim Busverkehr – wo es wegen der regelmäßigen Ausschreibungen verschiedene Betreiber gibt – liegen die Kosten bei 52,2 Millionen Euro pro Jahr. 70 Prozent davon kommen aus dem Verkauf von Tickets wieder herein, 15,4 Millionen Euro stammen aus Zuschüssen von Land, Rhein-Main-Verkehrsverbund und Stadt. Die 62 Buslinien wurden 2010 von rund 53 Millionen Fahrgästen genutzt. Insgesamt fließen jährlich rund 86 Millionen Euro Zuschüsse für den Nahverkehr.
Zufriedenheit stimmt
In dem Bericht enthalten sind auch Daten zur Kundenzufriedenheit. Sowohl die Busse als auch der Schienenverkehr (ohne S-Bahn) erhalten im Durchschnitt von den Fahrgästen die Schulnote 2,1. Besonders gut schneiden bei den Bussen die Sicherheit und das Erscheinungsbild der Fahrer ab (2,0). Schlechter werden Fahrstil und Pünktlichkeit beurteilt (2,5).
Bei Tram und U-Bahn sehen die Fahrgäste Nachholbedarf bei den Informationen über Betriebsstörungen (Note 2,7 bzw. 2,8). Die Unterschiede zwischen Tram und U-Bahn sind meist gering. Nur die Temperatur in den Fahrzeugen wird in der Straßenbahn angenehmer empfunden. Kein Wunder, denn die meisten Fahrzeuge sind klimatisiert.mu



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