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Senioren-Union wünscht sich Perspektiven
Vorm Jubiläumsjahr: Residenz und Begegnungsstätte im Gespräch
Leo Schupmehl bleibt Vorsitzender der CDU-Oldies und möchte mit seinem Team offensiv neue Mitglieder werben.
Liederbach. ![]()
Neben der FWG könnte sich nun auch die Senioren-Union diese Fläche hinter der Tierarztpraxis für Betreutes Wohnen vorstellen. Fotos: KnappLeo Schupmehl nennt es eine "stille Ohnmacht". Eine "Hoffnung auf baldige Realisierung ist nicht da", betont der alte und neue Vorsitzende der Senioren-Union in der Gemeinde mit Blick auf eine langersehnte Senioren-Residenz. Doch nachdem er bereits im Bürgerforum den Vorschlag gemacht hat, die "Grüne Mitte" dafür ein wenig anzuknabbern, erneuert er diese Idee im Gespräch mit dem Kreisblatt. "Man könnte eine begrenzte Ausnahme machen", sagt Schupmehl. Im Visier hat er ebenso wie die Freien Wähler das Grundstück hinter der Tierarztpraxis an der Wachenheimer Straße. Möglicherweise sei so etwas ja auch über einen Grundstückstausch zu realisieren, überlegt der 79-Jährige. Gut findet er in jedem Fall, dass die Bürger im neuen Ortsentwicklungskonzept mitgenommen werden.
Unter dem Strich hat der Vorsitzende des CDU-Senioren ein wenig den Verdacht, bei diesem Thema bewege sich in der Öffentlichkeit zu wenig. "Es fehlt die Perspektive, wie es weitergehen könnte." Dabei sei es so wichtig, "der Generation, die Aufbauarbeit geleistet hat", eben jene Aussichten für das Wohnen im Alter zu geben. Die SPD hat zwar schon lange vorgeschlagen, eine Fläche gegenüber der "Villa im Park" dafür zu nutzen – doch das wiederum gefällt Bürgermeisterin Eva Söllner (CDU) wegen der dezentralen Lage nicht.
Was Leo Schupmehl und vor allem seine Frau Christa ebenso vermissen, ist ein Treffpunkt für die älteren Liederbacher. Zwar gebe es den Altenklub und den großen Seniorennachmittag wie an diesem Wochenende, doch es gebe weiterhin den Wunsch nach einer offenen Begegnungsstätte. So etwas sei in den Räumen am wenig belebten Marktplatz möglich, finden die Schupmehls. ![]()
Nachdenklich: Leo Schupmehl
Bis dahin ist neben dem Altenklub "Rentnerruh" und seinen rund 100 Mitgliedern vor allem die Senioren-Union eine Anlaufstation für die etwas betagteren Bürger. Immerhin noch rund 50 Mitglieder haben die Liederbacher CDU-Oldies – und damit liegen sie im Main-Taunus-Kreis sogar an zweiter Stelle. Um allerdings einer etwas "erlahmenden Tendenz" entgegenzuwirken, wollen Schupmehl und Co. verstärkt neue Mitglieder gewinnen und auch den Kreis etwas verjüngen. Gelingen soll dies 2012 mit einer Werbeaktion sowie mit Aktivitäten zum 20-jährigen Bestehen der Gruppe. Die Ortsvereinigung war 1992 von Marianne Schrödter gegründet worden, die neun Jahre Vorsitzende blieb. Leo Schupmehl übernahm bis 2007 und übergab die Führung an Jürgen Nautsch, der jedoch aus privaten Gründen kurzfristig wieder aufhören musste. So kehrte also der alten Chef wieder auf seinen Posten zurück – und gab jetzt seine Zusage für zumindest ein weiteres Jahr.
Schupmehl kann auf ein bewährtes Team setzen: Ingrid Hardt-Schubert ist Schriftführerin und Stellvertreterin. Ebenfalls als "Vize" fungieren Irmgard Ernst und Lorenz Barthelmes. Sie sind bis 2013 dabei, nachdem auch der Vorsitzende weitermacht. Neu im Vorstandsteam sind Christel Bauer und Walter Ollmann als Beisitzer, Kassenprüferin der älteren Unions-Riege ist Sigrid Grether, in der Jahreshauptversammlung morgen Abend den Vorsitz der Liederbacher CDU an Norbert Pitz abgeben will.
Mit den Jubiläumsaktivitäten will die Gruppe versuchen, "noch mal neue Impulse setzen", betont Schupmehl. Möglicherweise könne der Kreis der Mitglieder, der in den stärksten Zeiten über 60 Personen lag, "mit jungen Senioren ausgebaut werden". Aktiv ist die Senioren-Union nach wie vor. In den vergangenen zwei Jahren gab es elf Fahrten, sechs Veranstaltungen zu Politik und Kultur sowie mehr als ein Dutzend Mal den beliebten Dämmerschoppen. 2010 ging‘s auf längere Reise ins Tessin, in diesem Jahr dann nach Südtirol.wein
Informationen zur Senioren-Union Liederbach gibt es bei Leo Schupmehl unter Telefon (0 61 96) 2 13 13 und l.schupmehl@t-online.de.



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