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Vorerst Pause in der Kelkheimer Straßen-Lotterie
Der ganze Abschnitt vom Bahnübergang Kelkheim-Mitte bis zum Ruppertshainer Zauberberg ist in der Diskussion. Auf alle Fälle gibt es in der L 3016 Baustellen.
Von Manfred Becht
Kelkheim. ![]()
Muss diese Straße so dringend saniert werden? Die Behörden sind dieser Ansicht und wollen das L 3016-Projekt in diesem Jahr in Auftrag geben. Foto: Knapp 100 Kilometer Straßen hat die Stadt Kelkheim, erklärte Bürgermeister Thomas Horn (CDU) im Verkehrsausschuss – und alle diese Asphaltbänder müssen unterhalten werden. Der Rathauschef ist daher überhaupt nicht erpicht darauf, noch zwei Kilometer dazu zu bekommen. Genau das droht aber, denn das Land Hessen möchte den Abschnitt zwischen Fischbach und Ruppertshain zu einer Stadtstraße machen. Die Kommune reagiert darauf mit einer zweigleisigen Strategie.
1,6 Millionen Euro
Einerseits möchte die Stadt die Herabstufung am liebsten verhindern und argumentiert, es handele sich sehr wohl um eine überörtliche Verbindung, und für die sei das Land zuständig. Wiesbaden hat die Entscheidung um ein Jahr zurückgestellt, weil ein neues landesweites Konzept für die Einstufung von Straßen erarbeitet wird.
Kelkheim spielt außerdem auf Zeit. Gerne würde die Stadt das ganze Thema noch herauszögern und werde die Verwaltung in aller Ruhe arbeiten lassen, so Horn. Im Blick hat er die geplanten Bauarbeiten in dem Straßenzug. Die Kommune ist beteiligt, weil dabei Kanäle ausgewechselt werden sollen. Allerdings hat die Verzögerungstaktik eine Grenze, da das Gesamtprojekt mit Mitteln eines Konjunkturprogrammes unterstützt wird. Und dieses Geld fließt nur, wenn alles bis zum Ende dieses Jahres erledigt und abgerechnet ist.
Wie es in einer Mitteilung des Magistrates heißt, soll auf einer Strecke von 3,8 Kilometern zwischen der Einmündung der Bahnstraße in die Frankfurter Straße bis 400 Meter oberhalb des Ortsausganges Fischbach die Fahrbahn erneuert werden. Streckenweise wird auch der Unterbau neu hergerichtet. Und vorher wird in der Fischbacher Straße zwischen Falkensteiner Straße und dem Ortsausgang der Kanal ausgewechselt. Das kostet stolze 1,6 Millionen Euro.
Ruhe in Langstraße
Nach Einschätzung der Verwaltung wird insgesamt fünf Monate gebaut. Der Verkehr soll möglichst mit halbseitigen Sperrungen und Baustellenampeln geregelt werden. Vollsperrungen können aber nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die Stadt hat zugesagt, rechtzeitig und ausführlich über die Beeinträchtigungen zu informieren.
Wieder zum Thema, wenn auch nicht gleich, wird die Verkehrsführung in der Langstraße. Dort gibt es eine sogenannte unechte Einbahnstraße, was aber mit der Einstufung als Landesstraße nicht vereinbar ist. Dies jedenfalls hat das Hessische Wirtschaftsministerium die Stadt wissen lassen. Da allerdings das Land ohnehin die Zurückstufung der Straße prüft, wird es dort bei der aktuellen Regelung bleiben, bis diese Prüfungen abgeschlossen sind.
Eine Beförderung?
Untersucht wird dabei auch der Vorschlag der Stadt, die Eppsteiner Straße bis zur Einmündung auf die Bundesstraße 455 zur Landesstraße heraufzustufen – wenn schon die Langstraße zur Stadtstraße wird. Wie es in einem Schreiben des Hessischen Wirtschaftsministeriums an die Stadt heißt, spielt dabei allerdings eine Rolle, ob die Eppsteiner Straße überhaupt den Verkehr aufnehmen kann und welche Auswirkungen dies dann auf die B 455 sowie die verschiedenen Straßenknotenpunkte hätte.



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