Die Titelseite der Höchster Kreisblatt vom 26.05.2012 als PDF zum Downloaden.
FSV verpasst gegen Ingolstadt ersten Heimsieg
Der FSV Frankfurt kann auch unter der Regie von Benno Möhlmann zuhause nicht gewinnen. Kurz vor Schluss schenkten die Hessen in einem frostigen Kellerduell Abstiegskonkurrent FC Ingolstadt einen Punkt.
Frankfurt. Der Heimfluch des FSV Frankfurt hält auch nach der Winterpause an. Durch einen späten und vermeidbaren Gegentreffer verschenkten die Hessen am Freitagabend beim 1:1 (1:0) gegen den FC Ingolstadt den ersten Saisonsieg vor eigener Kulisse und vermasselten damit Trainer Benno Möhlmann einen erfolgreichen Einstand am Bornheimer Hang. Der eingewechselte Ahmed Akaichi bestrafte mit seinem Ausgleichstor in der 88. Minute das fahrlässige Abwehrverhalten des FSV, der durch Winter-Neuzugang Chadli Amri (37.) in Führung gegangen war.
«Wir haben heute nicht nur zwei, sondern sechs Punkte verschenkt. Das ist ärgerlich und unnötig», rügte Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver nach der Partie den kollektiven Aussetzer der Frankfurter Abwehr. Er gab Torwart Patric Klandt eine Teilschuld am Ausgleichstreffer. Der FSV-Schlussmann hatte die Situation falsch eingeschätzt und sich zu weit aus dem Tor gewagt.
Mit 19 Punkten stagnieren die Frankfurter, die in der nächsten Woche im Stadt-Derby bei der Eintracht antreten müssen, auf dem 15. Tabellenplatz. «Wir hatten die Möglichkeit, das Ding zuzumachen und haben es verpasst. Diese Punkte könnten uns am Ende im Abstiegskampf fehlen», wetterte Stöver.
Insgesamt konnte der FSV nicht an die Leistung der vergangenen Woche anknüpfen, als mit einem Auswärtssieg beim MSV Duisburg ein gelungener Rückrundenauftakt gefeiert worden war. Vor 3027 Zuschauern auf der frostigen Baustelle am Bornheimer Hang entwickelte sich die Partie zunächst nur schleppend. Ingolstadt blieb weitgehend ideenlos und kam kaum zu Torchancen, während der FSV seine Überlegenheit nur in der 37. Minute entschlossen genug ausspielte.
«Ich habe dennoch Verbesserungen gesehen», betonte Möhlmann. «Leider haben wir gute Chancen liegengelassen. Heute war das Manko, dass wir die endgültige Konsequenz im Torabschluss haben vermissen lassen», sagte der 57-Jährige.
Statt nachzulegen verschleppte Frankfurt in der zweiten Hälfte das Spiel und hatte zunächst Glück, dass ein Tor des Ingolstädters Stefan Leitl (80.) wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht gegeben wurde. Unmittelbar vor der dem Ausgleich hätte Ilian Micanski, der in Duisburg zwei Treffer erzielte, auf 2:0 erhöhen müssen. «Unter dem Strich haben wir heute zu wenig mitgenommen und uns nicht gerecht belohnt», sagte Möhlmann.


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