Immer wachsam sein

Zum Eintracht-Spitzenspiel gegen Düsseldorf kommt ein Spitzen-Schiri

Streitfall Rösler: Der Wunsch von Eintracht-Trainer Veh nach einem guten Schiedsrichter soll erfüllt werden.

Frankfurt. Schon beim Hinrunden-Treffen in Frankfurt diskussionsfreudig: Düsseldorfs Sascha Rösler (links), hier im Zwiegespräch mit Sebastian Jung. Foto: Imago Die Grußbotschaften zwischen Fortuna Düsseldorf und Eintracht Frankfurt, den beiden Spitzenclubs der Zweiten Liga sind ausgetauscht. Eintracht Frankfurts Trainer Armin Veh hatte Düsseldorfer Spieler, allen voran deren Torjäger Sascha Rösler, wegen "Schauspielereien" scharf angegriffen, die Fortuna hatte in Person von Sportchef Wolf Werner ("Damit werden die Fans aufgewiegelt") zurückgeschossen. Und Rösler hat ganz cool betont, "dass ich mich nicht ändern werde." Der Wunsch nach einem guten Schiedsrichter, den der Frankfurter Trainer vor dem Spitzenduell Erster gegen Zweiter am kommenden Montag geäußert hatte, wird ihm in jedem Fall erfüllt.

"Es wird nicht nur ein guter, sondern ein sehr guter und besonders erfahrener Schiedsrichter pfeifen", sagte DFB-Schiedsrichter-Lehrwart Lutz Wagner. Damit deutet einiges daraufhin, dass entweder Deutschlands Nummer eins Wolfgang Stark oder mit Florian Meyer oder Knut Kircher ein anderer FIFA-Referee das brisante Duell leiten wird. Intern sei dies bereits festgelegt, sagte Wagner, öffentlich werden die Schiedsrichter erst am Donnerstag bekanntgegeben.

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Rösler "polarisiert"

Für Wagner war die verbale Attacke von Veh nicht der Rede wert. "Das ist doch im Vorfeld eines Spitzenspiels relativ normal und wird den Schiedsrichter ganz sicher nicht beeinflussen", sagte der ehemalige Bundesliga-Referee aus Kelkheim im hessischen Fernsehen. Natürlich würde sich jeder Unparteiische vor dem Spiel auf die Mannschaften und Spieler vorbereiten. Dies sei auch unbedingt nötig, dürfe aber nicht so weit gehen, "dass er voreingenommen ist". Rösler sei ein Spieler der "polarisiert", einer an dem sich "viele reiben". Natürlich sei der Schiedsrichter "wachsam", aber er werde ebenso sicher "Rösler behandeln wie alle anderen auch".

Die gegenseitigen Anwürfe seien registriert worden, so Wagner. Veh habe ja nichts Negatives gegen den Unparteiischen gesagt, sondern versucht "wachzurütteln, ein bisschen anzuheizen und vielleicht einen Vorteil für die eigene Mannschaft zu ziehen." Dies alles sei legal, auch wenn es dem Schiedsrichter die Arbeit nicht leichter mache. "Aber ich weiß, dass der Kollege damit ganz sicher umgehen kann", sagte Wagner.

Ab heute, wenn die Eintracht wieder mit dem Training beginnt, werden dann die sportlichen Belange wieder im Vordergrund stehen. Gerade rechtzeitig zum Spitzenduell wird die Eintracht mit Ausnahme von Kapitän Pirmin Schwegler (Zehenbruch) auf alle anderen Spieler zurückgreifen können. Bamba Anderson steht wieder im Training, und Mohamadou Idrissou hat ja bereits gegen Braunschweig ein paar Minuten gespielt. Auch wenn er, so Trainer Veh, "nicht genau gewusst hat, was er auf dem Platz machen sollte."

Ein paar Trainingstage mehr, und Idrissou könnte durchaus für die Anfangsformation in Frage kommen. Genau wie Sonny Kittel, der diesmal die Spielberechtigung haben wird. Der Trainer hat also ziemlich große Auswahl und kann taktisch variieren – in allen Mannschaftsteilen.pes

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