Die Titelseite der Höchster Kreisblatt vom 26.05.2012 als PDF zum Downloaden.
"Ein Umdenken und Umstellen"
Die Spielberichtsbögen sollen ab dem Sommer in allen Klassen online erstellt werden
In Kelsterbach standen die Rundenbesprechungen der Fußball-Kreisoberliga sowie der Kreisligen A, B und C auf dem Programm.
Kelsterbach. ![]()
Alemannia Nied feiert beim Offensiv-Cup mit den Fans. Auch beim A-Liga-Cup gilt das Team als einer der Topfavoriten. Foto: SchellhaasFast drei Stunden hielten die Vereinsvertreter der vier Ligen aus dem Fußballkreis Main-Taunus im Vereinsheim von Viktoria Kelsterbach durch. Die lange Sitzung war zwar nicht nach dem Geschmack aller, doch es wurden wichtige und richtungweisende Themen besprochen. Drei Vereine blieben der Sitzung jedoch fern: Von Türk Hattersheim, dem SV Fischbach und der SG Sossenheim war kein Vertreter gekommen.
Kreisfußballwart Karl-Heinz Reichert leitete die Rundenbesprechung gewohnt souverän, blickte zufrieden auf den 26. Offensiv-Cup zurück und schon aufs nächste Großereignis voraus: Das ist der A-Liga-Cup am Samstag in Fischbach (siehe nebenstehenden Bericht).
Im Fokus stand aber die elektronische Erfassung der Spielberichte. Was in der Hessenliga und der Verbandsliga sowie seit dieser Saison auch schon in der Gruppenliga Normalität ist, soll ab der kommenden Saison bis in die untersten Klassen ausgeweitet werden. Die Spielberichtsbögen werden nicht mehr mit der Hand, sondern online ausgefüllt. "Es wird ein Umdenken und ein Umstellen", sagte Reichert. Ab der kommenden Saison müssten alle Vereine mitziehen, ähnlich wie bei der Ergebnismeldung vor einigen Jahren. Deshalb bot Reichert den Vereinen einen "Probelauf" bis zum Sommer an. Dabei könne das neue System bis zum Abschluss der Runde getestet werden. Geldstrafen für Versäumnisse seien noch nicht zu befürchten. Alle stimmten zu. "Es ist weniger Papierkram und weniger Arbeit für Vereine, Vereinsvertreter und auch für die Klassenleiter", erklärte der Kreisfußballwart die Vorteile des elektronischen Spielberichts. Fakt ist aber auch: Die Vereine müssen Computer, Drucker und die Internetverbindung zur Verfügung stellen. Das schafft eventuell neue Kosten. Sogar über Smartphones soll der Spielbericht aber eingegeben werden können. Die Neuerung sorgte für reichlich Gesprächsstoff bei den Vereinsvertretern. Um den Umgang mit dem elektronischen Spielbericht schneller zu erlernen, einigten sich alle Vereinsvertreter auf einen Infoabend. Ein Termin wurde auch schon gefunden: Die Veranstaltung ist am 28. Februar um 19 Uhr im Vereinsheim des 1. FC Eschborn. Es besteht jedoch keine Anwesenheitspflicht.
Die Termine für die verbleibenden Spiele der Rückrunde in den Kreisligen A, B und C sowie in der Kreisoberliga von den Klassenleitern konnten schnell abgehandelt werden. In allen vier Ligen gab es kaum Verlegungen, was zur allgemeinen Zufriedenheit von Detlef Kleber (Kreisoberliga und C-Liga), Horst Hauck (A-Liga) und Willi Bott (B-Liga) beitrug. Kleber, der auch stellvertretender Kreisfußballwart ist und beim Kreisfußballtag demnächst nicht mehr zur Wiederwahl steht – ein Nachfolger für ihn ist noch nicht gefunden – hatte besonders für C-Ligist Creu Höchst lobende Worte parat. Der Aufstiegsanwärter präsentiere sich bestens und habe sich als bislang fairste Mannschaft ein Geschenk verdient. Anders sehe es dagegen in der C-Liga beim FSC Eschborn aus, der zwar ordentlich angefangen habe, nun aber wieder am Ende der Fairnesstabelle zu finden sei. In der A-Liga war Horst Hauck sehr zufrieden, dass die Zahl der Roten Karten (bislang 19) deutlich zurückgegangen sei.
Martin Spilok, der Vorsitzende des Kreissportgerichts, mahnte die Vereinsvertreter, noch mehr auf Spieler, Funktionäre, Zuschauer, Fans und Trainer einzuwirken. Die Anzahl der Spielabbrüche im Kreis sei nämlich gestiegen.
Als Relegationstermine wurden der 31. Mai und der 3. Juni bekanntgegeben. Es bleibt dabei, dass der klassenniedrigere Verein zunächst Heimrecht genießt. cn


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