Die Titelseite der Höchster Kreisblatt vom 25.05.2012 als PDF zum Downloaden.
"Vorsichtig optimistisch"
Die Spvgg. Neu-Isenburg vermeldet die Rückkehr von Matthias Müller
Trainer Peter Hoffmann hält die Situation in der Verbandsliga Süd für "gefährlich". Von Platz drei abwärts sind seiner Meinung nach alle Mannschaften noch abstiegsgefährdet.
Neu-Isenburg. ![]()
Wieder am Ball: Henrik Nedwied (hinten rechts) haut sich nach längerer Verletzungspause wieder für Neu-Isenburg in die Zweikämpfe. Sein Mitspieler Martin Reyschmidt (Nummer 5) muss noch pausieren. Foto: Klein Mit nur einem Punkt aus den letzten fünf Spielen vor der Winterpause war der dritte Tabellenplatz nicht mehr zu verteidigen, den Neu-Isenburg an zehn von 21 Spieltagen belegt hatte. An fünf Spieltagen war Hoffmanns Team Zweiter, einmal sogar Spitzenreiter, die Winterpause verbringt es "nur" auf Rang fünf. "Wenn man von vier Absteigern ausgeht, hat der Tabellendritte nur zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Damit hat fast jeder in dieser Liga zu kämpfen", rechnet der erfahrene Coach vor, der schon im neunten Jahr im Sportpark am Ruder ist.
Mit dem der Situation angemessenen Respekt geht man in Neu-Isenburg die Vorbereitung an. Beim 1:2 in einem ersten Testspiel gegen die Regionalliga-Mannschaft des FSV Frankfurt zeigte die Mannschaft schon viel von dem, was der Trainer sich von ihr wünscht. "Man hat gesehen, dass die Ordnung in der Defensive wieder stimmt. Das war vor der Winterpause nicht mehr so, da haben wir zu viele Gegentore bekommen", sagt Hoffmann.
Alle durch Verletzungen entstandenen Lücken lassen sich bei der Spielvereinigung auf die Schnelle nicht schließen. Abwehrchef Martin Reyschmidt etwa wird nach einer Sehnenverletzung im Adduktorenbereich noch mindestens bis April ausfallen. Mit der Rückkehr von Daniel Schmitt, einem wichtigen defensiven Mittelfeldspieler, rechnet Hoffmann frühestens für März – auch er hat eine Adduktorenverletzung. Murat Tariq fällt mit einem Kreuzbandriss gar ganz aus. Da trifft es sich gut, dass mit Henrik Nedwied ein lange schmerzlich vermisster Abwehrmann wieder zur Verfügung steht, auf den Hoffmann große Stücke hält.
Einen Neuzugang gibt es im Sportpark auch: Matthias Müller ist vom Gruppenligisten DJK Bad Homburg zurückgekehrt. "Er war letzte Saison ein wichtiger Mann, und wir freuen uns, dass er den Weg zurück gefunden hat", sagt Hoffmann. Weitere Verstärkungen hielt der Coach nicht für nötig, gehen lassen wollte er aber auch niemanden: "Wir haben nicht umsonst einen großen Kader. Die letzten Monate haben uns gelehrt, wie schnell es gehen kann, dass man Probleme bekommt." Sperren und Verletzungen hatten im Sportpark zu einem regelrechten Personalnotstand geführt.
Mit den Leuten, die er jetzt zur Verfügung habe, könne man "vorsichtig optimistisch" in den zweiten Saisonabschnitt gehen, meint Hoffmann: "Wir wollen den einen oder anderen ärgern und zusehen, dass wir schnellstens die Punkte holen, die wir noch brauchen. Wenn wir nicht zu viel Pech haben, sollte das klappen." Am Samstag (14 Uhr) kommt die Zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt zum Testspiel nach Neu-Isenburg.rst


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