Die Titelseite der Höchster Kreisblatt vom 26.05.2012 als PDF zum Downloaden.
Die Hochheimer haben nichts zu verlieren
Der Gegner scheint übermächtig zu sein: Die Zweite Mannschaft des Tischtennis-Bundesligisten TTC Fulda-Maberzell kommt am Sonntag in die Weingartenschule – mit einer Bilanz von 20:0 Punkten und 90:39 Spielen.
Hochheim. ![]()
Sein ganzes Können muss Defensiv-Künstler Andreas Gehm gegen Quing Yu Meng und Hansi Fischer auspacken. Foto: Lorenz Um 14.30 Uhr geht für den Regionalligisten Spvgg. Hochheim die Rückrunde weiter. Und das gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer.
Auf eines dürfen die Hochheimer sicherlich nicht hoffen. Es ist wohl ziemlich sicher, dass die Mittelhessen die Mannschaft um Andreas Gehm nicht unterschätzen werden. Hochheims Niederlage gegen den Favoriten war die knappste aller Regionalligisten in der gesamten Hinrunde. Beim 6:9 in Maberzell hatte es Frank Renkewitz in der Hand gehabt, seine Mannschaft doch noch ins Schlussdoppel zu bringen. Er konnte aber eine 2:0-Satzführung gegen Kosler nicht zu seinen Gunsten nutzen und unterlag ihm noch im fünften Durchgang.
Maberzell reist mit dem derzeit besten Spieler der Regionalliga, Qing Yu Meng, sowie dem langjährigen Erstliga- und Nationalmannschaftsspieler Hans-Jürgen Fischer an. Aufgrund der Stärke dieser beiden Akteure an den Spitzenpositionen wird es für jeden Gegner schon schwer, dort Spiele gegen den Tabellenführer zu gewinnen. Wenn die Hochheimer jedoch gegen die übrigen Fuldaer gut aussehen, ist eine Überraschung absolut realistisch.
Für die Hochheimer ist das Spiel am Sonntag jedoch nicht so entscheidend. Zähler für den Klassenverbleib müssen danach gegen die direkten Konkurrenten geholt werden. Die erste Halbserie begannen die Hochheimer sehr stark mit 9:3 Punkten, ehe die Mannschaft einen Durchhänger mit drei Heimniederlagen in Serie hatte. Dank des überzeugenden Auftritts im letzten Vorrundenspiel, als Hochheim bei Preußen Frankfurt mit 9:4 erfolgreich war, kann das Team um Mannschaftsführer Christopher Wilhelm mit einer positiven Punktebilanz in die Rückrunde gehen.
Während die Doppelbilanz (15:16) besser sein könnte, wird mit dem Blick auf die Einzelbilanz deutlich, wie ausgeglichen die Hochheimer besetzt sind. Da die Akteure annähernd auf einem spielerischen Niveau liegen, haben es besonders die Spieler im vorderen Paarkreuz schwer. In der ersten Halbserie mussten sich Andreas Gehm und Rückkehrer Michael Wieger mit den sehr starken und zumeist ausländischen Spitzenspielern der Gegner messen. So punkteten die Hochheimer zumeist im mittleren und hinteren Paarkreuz, wo Mannschaftsführer Christopher Wilhelm (Vorrundenbilanz: 14:5 Spiele), David Jatta (9:3) und Frank Renkewitz (10:2) gute Bilanzen erreichten.
Mit 11:9 Punkten liegt Hochheim absolut im "Soll". Der Verein hat die berechtigte Hoffnung, den Klassenverbleib diesmal früher als in der Vorsaison zu sichern, als man erst am letzten Spieltag den Abstieg verhindern konnte. Drei Punkte haben die Hochheimer Vorsprung auf den Relegationsplatz, vier auf den direkten Abstiegsrang. Das sorgt bei ihnen für Zuversicht, ohne dass sie sich darauf ausruhen dürfen.bla


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