"Unser Ziel ist es, weiter zu kommen"

Der 1. FC Eschborn fordert den KSV Hessen Kassel –– Trainer Sandro Schwarz gibt sich selbstbewusst

Das Qualifikationsspiel um den Einzug in den Fußball-Hessenpokal wird für den Hessenliga-Tabellenführer zum Härtetest vor dem ersten Punktspiel im neuen Jahr.

Eschborn. In den Hessenpokal: Eschborns Trainer Sandro Schwarz gibt die Zielrichtung vor. Foto: LorenzViel besser hätte es sich Sandro Schwarz nicht vorstellen können. Nach zahlreichen Testspielen trifft seine Mannschaft noch vor dem Ligastart im Qualifikationsspiel um den Einzug in den Hessenpokal auf keinen Geringeren als den KSV Hessen Kassel. "Wir freuen uns, dass wir uns mit so einem Gegner messen dürfen und haben Respekt. Wir werden aber sicher nicht in Ehrfurcht erstarren", sagt der Eschborner Trainer vor der Partie gegen den Regionalligisten am Samstag (14.30 Uhr).

Mit der Vorbereitung ist Sandro Schwarz zufrieden. Die Testspiele wurden erfolgreich absolviert und vor allem in der Breite sei der Eschborner Kader nun noch besser aufgestellt, glaubt der Trainer. Der Verein verzichtete in der Winterpause zwar auf die Verpflichtung neuer Spieler, dafür sind die lange verletzten Okan Ilkiz, Alexander Wolf und Celal Yesil wieder fit und brennen auf ihren Einsatz. Sandro Schwarz kommt dieser Umstand gelegen, denn durch die "Neuzugänge" hat sich die Qualität im Kader erhöht und der Konkurrenzkampf um die Plätze ist entbrannt. Der Trainer hat nun die Qual der Wahl, denn mit Velibor Velimir, Fnan Tewelde und Patrick Hilser waren Stammkräfte während der Vorbereitung angeschlagen.

Wen auch immer Schwarz gegen den KSV Hessen Kassel aufstellen wird, von einer Außenseiterrolle gegen den Regionalligisten möchte er nichts wissen. "Auch im Pokalspiel wollen wir versuchen, unser Spiel durchzubringen", sagt der Trainer des Hessenliga-Tabellenführers selbstbewusst. Nur zu gerne würden die Eschborner auch die Hürde KSV Hessen Kassel nehmen. "Unser Ziel ist es natürlich, weiter zu kommen", stellt Schwarz klar. Dafür sei es aber wichtig, dass die Mannschaft die Bereitschaft an den Tag lege, "das, was wir in der ersten Halbserie gezeigt haben, zu bestätigen". Mit hoher Aggressivität und Spannung soll das gelingen. "Wir haben ein Mal in der Woche ein Spiel. Da wollen wir alles herausholen", erklärt Schwarz seine Devise.

Was mit dem KSV Hessen Kassel, Tabellenzehnter der Regionalliga Süd, auf sein Team zukommt, weiß Sandro Schwarz genau. Zum einen wurde der Gegner beobachtet, außerdem trifft der Eschborner Trainer auf zwei gute Bekannte: Mit Abwehrchef Enrico Gaede spielte Schwarz einst beim RW Essen zusammen, Torwart Erik Domaschke kennt er noch aus gemeinsamen Wehener Zeiten.

Wolf war schon mal da

Auch Kassels Trainer Uwe Wolf ließ es sich nicht nehmen und beobachtete den Gegner in der Vorbereitung. "Für Eschborn ist es sicher das Highlight des Jahres. Eschborn hat eine gute Mannschaft mit hoher Qualität", verrät Wolf seine Einschätzung. Schon allein, weil der Sieger des Qualifikationsspiels auf den SV Wehen Wiesbaden trifft, glaubt Wolf, dass sein Kollege Sandro Schwarz nur zu gerne in den Hessenpokal einziehen würde. Uwe Wolf steht der komplette Kader zur Verfügung. Auch die zuletzt angeschlagenen Sebastian Gundelach und Rene Ochs sind wieder fit.

Der Fokus des 1. FC Eschborn liegt zurzeit ganz klar auf dem Qualifikationsspiel für den Hessenpokal, doch die Eschborner wissen auch, dass die Partie gegen den Regionalligisten nur eine Momentaufnahme sein darf. Schwarz: "Das Spiel hat keine große Aussagekraft für die kommenden Wochen." Nur eine Woche später kommt die TGM/SV Jügesheim zum Hessenliga-Start nach der Pause auf die Heinrich-Graf-Sportanlage. Dann sind die Voraussetzungen schon wieder ganz anders. cn

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