03.02.2012 Eintracht Frankfurt

Hübner: "Zufriedenheit ist ein schlechter Ratgeber"


Mohammed Abu soll in Frankfurt aufgebaut werden.Mohammed Abu soll in Frankfurt aufgebaut werden.Mohammed Abu soll in Frankfurt aufgebaut werden. Insgesamt hat man seit Jahren nicht das Gefühl, als hätten junge Spieler aus den eigenen Reihen bei der Eintracht einen hohen Stellenwert. Auch nicht, seit Sie und Armin Veh den Kader zusammenstellen …

Hübner: Diese Aussage ist nicht richtig, wird aber trotzdem immer wieder kommuniziert. Und mit Sonny Kittel sind wir gerade dabei, wieder ein großes Talent aus den eigenen Reihen in das Mannschaftsgefüge einzubauen.

Dass nicht alle Spieler, die Sie geholt haben, voll eingeschlagen haben, ist Ihnen nicht vorzuwerfen. Aber
hätten man nicht irgendwann einmal einem eigenen Talent das Vertrauen schenken müssen – gerade in der Zweiten Liga?

Hübner: Ich denke, dass die Quote der Neuverpflichtungen ordentlich ist. Dass wir Talente aus eigenen Reihen nicht einbauen konnten, lag daran, dass keine da waren. Das wurde auch in Abstimmung mit dem Nachwuchs- Leistungszentrum so gesehen. Gerne hätten wir auf eigenen Talente zurück gegriffen.

Erzählen Sie und doch kurz etwas von Mohammed Abu und von der Kooperation mit Manchester City.

Hübner: Von einer Kooperation mit Manchester City kann die Eintracht nur profitieren. Vor allem vom Scouting-System der Engländer können wir gute Erkenntnisse erzielen, sprich Talente und fertige Spieler vergleichen und günstige Ausleihen erzielen. Die Citizens haben ein Beobachter-Netz weltweit. Auf der anderen Seite sucht Manchester City auch Partner-Vereine in anderen Top- Ligen, zur Ausbildung der eigenen Talente. Wie es zum Beispiel bei Mohammed Abu der Fall ist: Er ist sicher noch nicht gleich die ganz große Verstärkung, aber ein großes Talent, das wir entsprechend aufbauen werden. Es ist ein erster Versuch im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit Manchester City.

Wie ist ihr Gefühl: Ist die Eintracht für das Aufstiegsrennen gerüstet?

Hübner: Ja.

Haben Sie schon mit Spielern geredet, die Ihnen gesagt haben: Steigt erst einmal auf, dann können wir noch mal sprechen?

Hübner: Ja, das ist auch vorgekommen, im Großen und Ganzen konnten wir die Spieler aber davon überzeugen, dass es auch jetzt schon Sinn macht, zur Eintracht zu wechseln.

Wie schlimm wäre es für die Eintracht, würde es mit dem Aufstieg nicht klappen? Gibt es für diesen Fall schon eine Strategie, ein Konzept, was das Fußball spielende Personal angeht?

Hübner: Ich gehe davon aus, dass wir unser Ziel erreichen werden. Ansonsten sind wir auch für die Zukunft bei der Eintracht gut aufgestellt.

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Kommentare

A. W. schrieb am 03.02.2012 11:42 Uhr

Was leider nicht gefragt wurde

Wieso entwickeln sich die jungen Leute nicht weiter oder zurück? Rode, Jung, Bell etc.
.
Was ist eigentlich das Konzept von Eintracht Frankfurt? Gibt es eine Idee, wie man zu eine Überraschungsmannschaft werden könnte?
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Wieso hat ein bisher mittelprächtiger Verein aus England ein weltweites Scouting-Netz, ein mittelprächtiger Verein aus Deutschland aber nicht? Oder hat erst der Scheich eine Scout-Armee mitgebracht?
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Wieso versagen die paar Scouts, die wir haben, in schöner Regelmäßigkeit?
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Woran liegt es, dass bei den letzten Zugängen nicht mehr ganz so viele Nieten dabei waren wie noch unter Funkel und Skibbe? Musste dazu erst jemand auf die revolutionäre Idee kommen, Informationstechnik einzusetzen, die komplizierter ist als die Play-Taste am DVD-Player?
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Wieso ist Bruchhagen immernoch da, wenn er nichtmal seinem Freund Felix einen Bankdrücker aus den Rippen leiern kann?
.
Tja, Fragen über Fragen. Vielleich beim nächsten Interview...

Ralf S schrieb am 03.02.2012 12:02 Uhr

Planlos

Mir blutet das Herz, wenn ich von der Planlosigkeit des Herrn Hübner lese. Für den Fall des Nichtaufstiegs scheint er keinen Plan zu haben, beim gescheiterten Helmes-Transfer hatte er auch schon keinen Plan B. Was hat sich denn zum Positiven verändert, seid die Eintracht einen Sportdirektor hat? Das Herr Bruchhagen nicht mehr so oft Interviews geben muss, bei denen er immer sehr gequält wirkte? Der Rheinhesse Hübner steht jedenfalls für Verpflichtungen wie Bell, Schildkrötenfeld, Dominik Schmidt oder auch die Rückkehr von Alvarez. Doch weshalb holt er ihn, wenn er dem (ehemals) eigenen Nachwuchs das Talent abspricht? Hier fehlt die klare Linie, ein Masterplan, der alle Eventualitäten einer geplatzen Verpflichtung, eines gescheiterten Aufstiegs, Verletztungen von Leistungsträgern usw. berücksichtigt. Ein 3 bis 5 Jahresplan ist bei der momentanigen sportlichen Leitung nicht zu erkennen, das ist Stückwerk, was da betrieben wird. Und hier hat sich mit Herrn Hübner nichts zum Positiven verändert, er macht da weiter, wo Bruchhagen seit Jahren rumgeeiert ist, im Mittelmaß. Bezeichnend sind da Verpflichtungen wie Lehmann, Amedick oder Butscher, die das Niveau des Kader eher untermauern statt es anzuheben. So glänzen auch weiterhin Spieler wie Köhler und Meier, die - bei allem Respekt vor dem, was sie in den letzten Jahren für die Eintracht teilweise gezeigt haben und deren Treue zur SGE Anerkennung verdient - doch nur Mittelmaß sind. Wo führt das hin? Falls die Eintracht aufsteigt, sind erhebliche personelle Verbesserungen notwendig, sonst gehts gleich wieder gegen den Abstieg. Bei dem Scouting eines Herrn Hübners in Verbindung mit den Verpflichtungen der Vergangenheit, die Herr Bruchhagen zu verantworten hat (Caio natürlich, Fenin, Altintop, Gekas, Korkmaz, Tzavellas usw. - teuer, und alle mit Söldnermentalität ausgestattet, kein Herzblut für die Eintracht - und zu allem Überfluß leider auch keine deutschen Spieler), sehe keine Perspektive die Eintracht in den sportlichen Sphären zu etablieren, die das Umfeld mit Stadt und Stadion und vor allem mit diesen Fans schon lange verdient hätte.

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