Nächster Akt im Rösler-Theater
Armin Veh kontert die Reaktionen auf seine Äußerungen zu Düsseldorfer Schauspieleinlagen
Der Zoff vor dem Spitzentreffen geht weiter: Eintracht-Trainer Veh wehrt sich gegen den Vorwurf, Fans aufzuwiegeln.
Von Peppi Schmitt
Frankfurt. ![]()
Vorbereitung auf das Spitzenspiel in Düsseldorf: Eintracht-Trainer Armin Veh gibt die Richtung vor. Foto: Hübner Der Schauspieler-Streit vor dem Zweitliga-Gipfel zwischen Fortuna Düsseldorf und der Frankfurter Eintracht geht weiter: Dass nach Fortuna-Manager Wolf Werner auch ein Düsseldorfer Polizeisprecher Armin Vehs Aussagen (wir berichteten) in Zusammenhang mit möglichen Ausschreitungen von unbelehrbaren Fußball-Fans brachte, hat nun wiederum den Eintracht-Trainer mächtig geärgert. "Ich kann keinem Verein vorschreiben, was er zu sagen hat", hatte Polizeisprecher Andreas Czogalla auf einer Pressekonferenz vor dem "Hochsicherheitsspiel" gesagt und angedeutet, Vehs Äußerungen seien nicht hilfreich.
"Da werden Dinge in Zusammenhang gebracht, die ich so nicht stehen lassen kann", konterte Veh gestern, "wenn man in Deutschland nicht sagen darf, was sportlich Sache ist, dann ist das traurig." Er werde sich jedenfalls nicht den Mund verbieten lassen und stehe zu seinen Feststellungen über die Schauspieleinlagen Düsseldorfer Spieler, allen voran Sascha Rösler, "und dies habe ich ja nicht exklusiv". Ganz viele Kollegen in der Liga würden genauso denken. Ein Zusammenhang mit eventuellen Fanreaktionen wie von Werner ausgesprochen und von einem Polizeisprecher angedeutet sei völlig unangebracht.
"Es ist doch nicht mein Ansinnen, Fans aufzuhetzen", verteidigt sich der Frankfurter Trainer, "das kann ja kein vernünftiger Mensch so sehen." Mit Stimmungsmache hätten seine zu Beginn der Woche getätigten Aussagen nichts zu tun. "Ich habe ganz einfach das Spiel unseres nächsten Gegners in Ingolstadt angeschaut, und dabei wurde bestätigt, was schon die ganze Saison zu sehen war", legte Veh nach. Er empfehle allen Kritikern, "die Bilder anzuschauen und sich dann ein persönliches Urteil zu bilden". Dass Verantwortliche aus Düsseldorf auf seine Vorwürfe reagieren würden, sei völlig normal. Veh: "Jeder darf sagen, was er denkt. Ich bin überzeugt, dass ich Recht habe."
Lesen Sie im zweiten Teil des Artikels mehr über die Ausfälle in der Abwehr.
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Kommentare
Frank M schrieb am 10.02.2012 10:22 Uhr
So ein Blödsinn
Wenn man Veh hier vorwirft die Fans aufzuwiegeln kann man auch behaupten Rösler mache das Gleiche auf dem Spielfeld durch seine Aktionen. Also an die Herren der Polizei: Mal schön den Ball flach halten.
Moritz schrieb am 10.02.2012 10:52 Uhr
Eintracht - Düsseldorg
Ich finde,dass Veh recht hat,er hätte dieses Problem aber auch intern mit seinen Spielern besprechen können,oder sich nicht öffentlich einen guten Schiedsrichter wünschen. Möchte nicht wissen,was am Montag ab geht. Ich bleibe diesmal zu Hause.Und vor diesem Schiri graut es mir heute schon,er hat ja nicht das 1.mal diese Woche gepfiffen.
Wolfgang Gast schrieb am 10.02.2012 11:12 Uhr
Rösler
Die Kritik von A. Veh über die Art wie sich Rösler auf dem Fußballfeld benimmt ist absolut richtig.
Das die Düsseldorfer jetzt dagegen gehen ist auch normal.
Nur die Brisans in die ganze Sache kommt jetzt erst durch die Vorwürfe gegen A. Veh in Fahrt.
Bleibt nur zu hoffen, daß unsere Fans sich ordentlich benehmen.
Adlergruß und Auswärtssieg!!
Peter Christian schrieb am 10.02.2012 12:37 Uhr
Schauspieler
der Trainer von Fortuna Düsseldorf, Meier, ist ein begnadeter Schauspieler(Kopfnussafäre vs. Albert Streit)nun hat er all das Wissen seiner hohen Schauspielkunst an die Spieler von Fortuna Düsseldorf vermittelt.
Wie man hört, ist der Komödienstattel an ein paar besonders talentierten Spielern der Fortuna sehr interessiert.
Constantin Stahl schrieb am 10.02.2012 13:02 Uhr
Veh hat Recht
Armin Veh hat doch mit seiner
Aussage, das Rösler und Co. zu sehr
"rumschwalben" und zu sehr am provozieren sind, Recht..
Er hat nur das ausgesprochen, was
die allermeisten Trainerkollegen in
Liga 2 auch denken.. Aber keiner bis
auf Veh hat sich getraut, dies in
der Öffentlichkeit kund zu tun...
Trotzdem steht die Fortuna natürlich
nicht zu unrecht auf Platz 1... Aber
das wird sich ja noch ändern. :-)
Heinz Gruendel schrieb am 10.02.2012 13:52 Uhr
VEH bitte entlassen
Warum heizt er die Stimmung an ???
Vorstand muss ihn abmahnen !!!
Der soll unsere Truppe richtig trainieren als so eine Scheisse
Zu machen !!! Das gibt Aerger,ich bleibe zuhause ANGST
Gast Schmiddi schrieb am 10.02.2012 14:07 Uhr
Ball flach halten
Armin Veh hat doch bloß bekannte Verhaltensweisen von dem Spieler Rösler thematisiert, um die Öffentlichkeit und vor allem die Schiedsrichter zu sensibilisieren. Aus Düsseldorf wurde ja hierzu überhaupt nicht widersprochen. Es wurde nur darauf abgezielt, dass Armin Veh die Frankfurter Fans aufwiegele, was absoluter Blödsinn ist. Dann müsste Wolf Werner vielmehr die Presse angreifen, die dieses Thema seit Tagen anheizt und am köcheln hält. Vor allen Dingen die Zeitung mit den vier Buchstaben glänzt wieder mal mit Panik-und Stimmungsmache, aber die anderen Blätte machen ja leider mit, auch die FNP. Es werden wie bei jedem Risikospiel wieder einige als Fans getarnte Schläger und Kriminelle aus ganz Deutschland anreisen, um dieses Fußballspiel als Bühne zum Randalieren zu benutzen. Das hat nur wenig bis überhaupt nichts mit den Aussagen von Veh zu tun.
Heribert Hansen schrieb am 10.02.2012 14:27 Uhr
Nur vorbeugen?
Als öffentliche Person sollte Veh sich besser überlegen, mit welchen Aussagen er seinen Verein repräsentiert. Gerade im Umfeld dessen, was unter dem Namen der Eintracht in der letzen Zeit geschehen ist, sollte er vorsichtig sein. Angesichts soeben gespielten Pokalrunde werden Vehs Vorwürfe entgegen der Fortuna aus Düsseldorf stark relativiert. Auch dort gab es eine Menge Schauspielerei, man denke beispielsweise an DeCamargo oder Ribery. Vermutlich würde auch manch ein Eintrachtspieler bei Gelegenheit ebenso "professionell" handeln. Schauspielerei gehört mit Gelb bestraft. Aber manchmal - und da habe ich im Fall Beisters ab und an den Eindruck - liegt es einfach an der Geschwindigkeit des Angreifers und der Langsamkeit des zuständigen Abwehrspielers. Vielleicht will Veh nur vorbeugen und eine eventuelle Niederlage in Düsseldorf vorab als jenseits seiner Verantwortung liegend begründen? Immerhin rollen Trainerköpfe manchmal schneller als jeder Ball.
Hans-Günther Raitz schrieb am 10.02.2012 14:47 Uhr
Düsseldorf überzieht
Selbstverständlich ist Vehs Kritik berechtigt und erfolgt aus gutem (eigentlich schlechtem) Grunde. Sie ist sinnvoll, weil ständiges Reklamieren, Fordern von gelben Karten für den Gegner und chronische Fallsucht im Fußball nichts verloren haben. Das heizt die Fans auf und nicht die Erwähnung dieser Unsitten. Düsseldorf reagiert an der Sache vorbei
und beteiligt sich mittlerweile mit einer Vielzahl von Personen unsachlich an der Diskussion. Je öfter das Wort "Aufheizung" von dort genannt wird, umso größer ist die Gefahr. Die von Veh konkret ansgesprochene Problematik ist doch kein Frankfurter Thema, nein, mittlerweile sind doch auch etliche Vertreter anderer Clubs über das Auftreten der Düsseldorfer empört. Deren Trainer Meier sollte versuchen, die Situation zu beruhigen, dass er jedoch auch anders kann, hatte man damals in der Aktion mit Streit gesehen. Herr Bruchhagen, es wird Zeit, dass auch Sie sich in dieser Angelegenheit vor Ihren Trainer stellen und auf die Düsseldorfer deeskalierend einwirken. Kommentatore, die jetzt Veh die Schuld geben möchten, kann ich beim besten Willen nicht verstehen, oder kommen die alle aus Düsseldorf?
Gast XYZ schrieb am 10.02.2012 15:52 Uhr
Berichterstattung
Auf welcher Grundlage wird eigentlich seitens der Verantwortlichen diskutiert und von der Presse dermaßen reisserisch berichtet? Die Fernsehbilder sprechen in der Tat für sich. Über den einen oder anderen Elfmeter mag man sicher diskutieren und es gab auch absolut berechtige Elfmeter für Düsseldorf, aber da waren eben auch glasklare Schwalben dabei. Desweiteren zeigen die Fernsehbilder doch wie sich gewisse Spieler aus Düsseldorf selbst nach leichtesten Körperkontakten theatralisch auf dem Boden wälzen und vehement den Schiedsrichter zur Kartenvergabe drängen. Davon kann sich jeder dank der Fernsehübertragungen selbst überzeugen. Herr Veh denkt sich das weder aus, noch übertreibt er. Er hat sich auch keineswegs in der Wortwahl vergriffen oder einen Spielernamen genannt. Aber offenbar hat er etwas wahres ausgesprochen, wenn alle sofort wissen, wen er meint.
In diesem Zusammenhang verstehe ich auch nicht, wieso die Medien mit diesen Beweis-Videos nicht mal die Verantwortlichen der Fortuna konfrontiert. Das wäre echter Sportjournalismus.