Mavericks siegen erneut: 97:94 gegen Portland

Dallas. Dirk Nowitzki war mit 20 Punkten erneut bester Werfer bei den Mavericks. Foto: Larry W. SmithDirk Nowitzki und die Dallas Mavericks sind nichts für schwache Nerven: Mit seinem unwiderstehlichen Spezialwurf aus der Rückwärtslage setzte der Kapitän der "Mavs" den entscheidenden Treffer zum 97:93-Heimsieg gegen die Portland Trail Blazers.

Damit führte er die Texaner nach zweimaliger Verlängerung in der Nacht zum Sonntag zum dritten Sieg nacheinander in der NBA. "Jeder weiß doch, dass dies sein Wurf ist. Er hat von überall auf dem Court das richtige Gespür", lobte "Mavs"-Coach Rick Carlisle seinen wichtigsten Spieler im Meisterteam. Der deutsche Sportler des Jahres war mit 20 Punkten einmal mehr erfolgreichster Werfer der Gastgeber und steuerte noch neun Rebounds zum 17. Sieg der Mavs im 28. Saisonspiel bei. Damit blieb der Titelverteidiger trotz der bisher elf Niederlagen auf Rang vier im Playoff-Ranking der Western Conference.

Nowitzki wurde bei seinem 45-minütigen Einsatz fast immer in Doppeldeckung genommen und traf nur sieben von 20 Würfen. Aber dafür konnte er sich vor allem bei Shawn Marion (14/12) und Neuzugang Delonte West (10/12) bedanken, der wie Jason Terry (19) die Mavericks auf Erfolgskurs hielt. Bei Portland war Allstar LaMarcus Aldridge (33/12) vor 20 457 Zuschauern im American Airlines Center treffsicherster Korbschütze.

Höchstes Lob verdiente sich auch West: Als Dallas-Playmaker Jason Kidd (5/8/8 Assists) am Ende seiner Kräfte war, übernahm West den Part und erzielte die ersten sechs Punkte der zweiten Verlängerung. "Er war phänomenal. Er ist ein Spieler für die Crunchtime. Wir brauchten einen, der uns einen Schub versetzt", dankte Carlisle dem Neuling, der dem 2,13-Meter-Riesen Nowitzki den Rücken freigehalten hatte.

Aldridge dagegen haderte mit sich und seinem Pech, im entscheidenden Moment nicht nahe genug bei Nowitzki gewesen zu sein. Als der Würzburger zu dem sogenannten "Fadeaway-Jumper" oder "Flamingo" ansetzte, konnte Aldridge nicht mehr eingreifen. 16,5 Sekunden vor Abpfiff gelang dem Franken der Wurf hoch über die ausgestreckten Arme des Trail-Stars zum 97:93.

"Das war ein typischer Dirk-Nowitzki-Shot. Stark verteidigt, Körperkontakt. Aber irgendwie kreiert er seinen Wurf - hohe Flugkurve und der Ball geht rein. Es war im Endeffekt der Game-Winner, weil der Vorsprung vier Punkte betrug", schwärmte Carlisle. Dafür war der Headcoach höchst unzufrieden über die 23 Ballverluste, die Dallas fast den Sieg gekostet hätten. "Das müssen wir dringend abstellen. Wir machen auf dem Feld Sachen, die eigentlich uncharakteristisch für uns sind. Das sind nicht wir."



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