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Barkewitz am Mittwoch: Weihnachtsgeschenke

Und, haben Sie schon alle Weihnachtsgeschenke zusammen, liebe Leser? Wenn ja, dann meinen Glückwunsch, damit gehören Sie laut einer „Weihnachtsumfrage 2016“ zur Mehrheit hierzulande: Ein Drittel der männlichen Hessen kaufen demnach ihre Weihnachtsgeschenke zwischen dem 1. und 15. Dezember, bei den Frauen sind es sogar 37 Prozent. Erhoben hat diese Daten die „FOM Hochschule“, eine private Hochschule, die wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge für Berufstätige und Auszubildende anbietet und auch in Frankfurt einen Standort hat.

Von den 5200 befragten Hessen gibt ein weiteres Drittel der Männer an, die Einkäufe zwischen dem 16. und 22. Dezember zu erledigen, bei den Frauen sind dies knapp ein Viertel. Richtig spannend wird es beim Blick auf die ganz Tollkühnen, die sich am 23. und 24. Dezember ins Getümmel stürzen, um noch auf die letzte Minute ihre Präsente zu erwerben.

Ich sag’s Ihnen gleich, da werden alle Klischees erfüllt: 4,3 Prozent der Frauen sind an den letzten beiden Tagen noch auf Shopping-Tour, aber mit 9,1 Prozent mehr als doppelt so viele Männer. „Typisch“, sehe ich jetzt so manche Frau mit hochgezogenen Augenbrauen seufzen . . .

Kommen wir wieder zu weniger konfliktträchtigen Erkenntnissen. Durchschnittlich 492,40 Euro geben die Hessen laut der Umfrage für Weihnachtsgeschenke aus, bei 60 Prozent bedeutet dies gleich viel wie im Vorjahr. Aber jetzt doch noch dies zur Ehrenrettung meiner Geschlechtsgenossen: Sie sind spendabler als die Frauen! 510 Euro macht der Hesse im Schnitt locker, 474 Euro die Hessin.

Und was landet so unter Hessens Weihnachtsbäumen? Also tatsächlich sind das – Gutscheine! Die Studie listet dieses geldwerte Versprechen in Papierform auf einer Skala von „1 = überhaupt nicht gerne“ bis „7 = sehr gerne“ mit einem Wert von 4,25. Es folgen auf eine Liste von 26 Warenbereichen Kosmetik, Körperartikel (3,93), Bücher, Schreibwaren (3,79), Uhren, Schmuck, Juwelen, Gold- und Silberwaren (3,68) und – ja, tatsächlich erst auf Platz 5! – Spielwaren (3,58).

Gutscheine tatsächlich auf Platz 1! Gut, dass da meine Lieblingsseite im World Wide Web, das vom Umweltministerium in Wiesbaden betriebene verbraucherfenster.hessen.de just am Montag das Thema „Geld, Gold, Gutscheine: Last-Minute-Geschenke von Wert?“ aufgerufen hat. Was lernen wir dort? Wichtig sei, „dass der Empfänger mit dem Gutschein etwas anfangen kann“.

Aha. Ja, das sollte er wohl. Aber das vom Verbraucherfenster-Autor beispielhafte genannte „Whale Watching in Südafrika“ fände ich persönlich ja schon mal spitze. Wer bitte könnte denn damit nichts anfangen? Na gut, vielleicht wer den Wal lieber essen als vom Boot aus anglotzen möchte oder den langen Flug ins ferne Südafrika scheut.

Finanzminister Thomas Schäfer und Justizministerium Eva Kühne-Hörmann machen übrigens auch auf Christkind: Schäfers Finanzämter wollen während des „Weihnachtsfriedens“ vom 20. bis 31. Dezember keine Steuern anmahnen oder eintreiben und keine Steuersünder vorladen.

Die Justizministerin hingegen hat 90 Häftlinge im Zuge einer „Weihnachtsamnestie“ vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen.

Das ist gut, dann haben die Ex-Knackis mehr Zeit, rechtzeitig Weihnachtsgeschenke zu kaufen!

 

Auf Twitter: @DerBarkewitz

 

(barke)
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