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GLOSSIERT

Wo steckt Aristoteles?

Von Sabine Kinner

Unlängst mussten sich die beiden griechischen Ausgräber Nikos Grabanakis und Spiros Altertumikos an dieser Stelle über das angeblich von ihnen entdeckte Grab Alexander des Großen auslassen. Jetzt sind sie durch die Kunde aufgeschreckt, die Ruhestätte des Aristoteles sei womöglich gefunden worden.

Grabanakis: Die Kollegen in Chalkidiki wollen uns wohl was vor- und nachmachen. Nur, weil wir hier in Makedonien schon an fünf verschiedenen Stellen das Grab Alexanders des Großen entdeckt haben.

Altertumikos: Reg dich nicht auf. Die finden nix. Aber sie wissen nicht, dass wir auch nix finden. Wir sagen auf einer Pressekonferenz, wir hätten bereits Alexanders Weisheitszahn ausgegraben. Ich zeig den Journalisten ein Stück zerbröselte Amphore. Den Unterschied merken nicht mal die Archäologen in Tübingen, schon gar nicht die anreisenden deutschen Zahnärzte.

Grabanakis: Wir müssen aber auch auf die Ägypter aufpassen. Die graben seit Monaten Nofretete an. Als hätte Tut-anch-Amun seine Schwiegermutter in seine Grabkammer gelassen.

Altertumikos: Außer ein paar ungetauften Knochen wird da nix rauskommen.

Grabanakis: Zum Glück ist Alexander der Große sehenswerter als Aristoteles. Feldherren ziehen mehr als Philosophen. In die Geschichte geht ein, wer die meisten Leute abmurkst, nicht wer am längsten nachdenkt. Trotzdem brauchen wir bis zu den Sommerferien noch eine Sensation. Sonst können wir demnächst den Tourismus begraben.

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