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GLOSSIERT

Holleri du dödl di

Von Gernot Gottwals

Als die kleine Heidi in den 70er Jahren die Zeichentrickwelt mit ihrem überschwänglichen „Hollariho“ grüßte und sogar im Taunus ihre geliebten Berggipfel zu erblicken suchte, schien die Schweizer Alpenwelt noch in Ordnung. Doch als Loriot wenig später das Jodeldiplom einführte, klärte er damit nicht nur die weibliche Emanzipation, sondern auch die ewige Streitfrage: „Wer hat’s erfunden?“ Heute um 11 Uhr geht Radio Deutschlandfunk in seiner Sendung „Gesichter Europas“ den folkloristischen Befindlichkeiten der Schweizer Musikwelt auf den Grund. Eine ganze Generation stellt sich dort gegen die strengen Schweizer Jodelregeln und definiert den wahren Alpensound neu. Hier hat Loriot Maßstäbe gesetzt: In seinem Institut büffelt Frau Hoppenstedt den korrekten Abgesang des „Holleri du dödl di“ nach der Tradition des Erzherzog-Johann-Jodlers. Und der stammt aus jenem österreichischen Hause Habsburg, von dem sich die drei Schweizer Ur-Kantone 1291 emanzipierten, so wie Frau Hoppenstedt von ihrem Mann. Doch den Eidgenossen bleibt zum Glück ihre Heidi. Und natürlich ein weltbekanntes Kräuterbonbon für die gesunde Jodel-Kehle.

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