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GLOSSIERT

Rehberger zu Fuß

Von Thomas Baumgartner

Schon viele Prominente haben ihren eigenen Wanderweg bekommen: Einen Karl-Carstens-Weg gibt es in Günzburg, den Sebald-weg in Wertach, den Caspar-David-Friedrich-Weg in Krippen. Und im Dreiländereck zwischen Deutschland, der Schweiz und Frankreich existiert jetzt ein Rehberger-Weg. Er verbindet die Vororte Weil am Rhein auf deutscher Seite (bekannt vor allem für eine Stuhlfabrik) und Riehen auf Schweizer Seite (bekannt wegen eines Museums, das wiederum vor allem wegen des hübschen Blicks in den Park bekannt ist). Fünf Kilometer sind zwar eher ein Spaziergang und nicht wirklich eine Wanderung, aber nicht jeder Künstler muss ja eine Sportskanone sein oder ein Johann Gottfried Seume („Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802“).

Immerhin 24 Stationen hat Tobias Rehberger, Prorektor der Frankfurter Städelschule, am Weg gestaltet. Eine vorbildliche, allerdings wie die Illustration eines Kinderbuchs gestaltete Wanderkarte führt sie alle auf: eine Art Seilbahn mit bunten Vogelkäfigen anstelle der Kabinen, einen knallgelb gestrichenen Jäger-Hochsitz, ein Fernrohr mit Blick in die Weinberge. Schade nur, dass sich als Sponsor keine edlere Schweizer Uhrenmarke als Swatch fand. Bedauerlich ist zudem, dass der Weg immer noch nach dem Nachnamen des Kunst-Professors benannt ist. Aber wenn Rehberger endgültig in den Kunst-Olymp aufgerückt ist, wird die Wanderstrecke sicherlich – analog zum nordspanischen Jakobsweg – in Tobiasweg umbenannt . . .

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