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GLOSSIERT

Schnarchen bei Rheinberger

Von Michael Dellith

Es soll ja Leute geben, die in der Oper und im Theater besonders gut schlafen können. Wissenschaftlich bewiesen ist dieses Phänomen zwar nicht. Aber dennoch ist es eine Tatsache, dass eine sanfte Stimme oder auch eine liebliche Melodie den stressgeplagten Erdenbürger nur allzu leicht ins Reich der Träume geleiten können. Der so selig Schlummernde scheint dabei seine Umwelt ganz und gar zu vergessen – wie jüngst in einem Provinztheater, wo ein älterer Herr trotz des turbulenten Treibens der Boulevard-Schauspieler auf der Bühne zu schnarchen begann. Und dies mit einer Lautstärke, dass die beiden Darsteller ganz aus dem Konzept gerieten. Dabei ist Müdigkeit von der Mühsal des Alltags keineswegs auf den Menschen beschränkt. In einer kleinen Dorfkirche trug es sich zu, dass ein renommierter Kammerchor Rheinbergers „Abendlied“ anstimmenen wollte: „Bleib bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget“, heißt es dort voller Innigkeit. Doch, ach! Ein jähes Schnarchen drang durchs Kirchenschiff. Es kam nicht vom zu Unrecht verdächtigten Zuhörer in der letzten Reihe, sondern von dessen betagtem Blindenhund.

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