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GLOSSIERT

Heißa, Rente mit 73!

Von Michael Kluger

Spitzenidee vom Institut der deutschen Wirtschaft: Rente mit 73. Jetzt aber hurtig! Bandscheiben eingerenkt, Rollator geölt und zurück ins Büro. Was soll das sauertöpfische Geschwätz von Alzheimer und Altersdiabetes, Schwerhörigkeit und Inkontinenz? Alles Bedenkenträgerei. Der Mensch des 21. Jahrhunderts ist vital und dynamisch. Bisschen Lebertran und Magnesium, schon knirscht nichts mehr, und die Synapsen regen sich. Wer hat schon Lust, im Garten rumzulungern? Viel schöner ist’s doch, sich noch ein paar Jährchen mit grantigen Kollegen über Urlaubszeiten abzustimmen. Auch lassen wir Senioren uns ja gern von Chefs belehren, dass alles Murks ist, was wir treiben. Erfrischend, wenn der Praktikant reinschneit und ruft: Hey Opa, dir hängt ein Lan-Kabel aus der Nase! Klar, das macht Spaß. 73? Kein Alter! Da wird Mick Jagger noch mal Vater. Bei Nietzsche steht, was der weise Silen aus dem Gefolge des Weingotts Dionysos einst dem reichen König Midas über den Menschen verraten hat: „Das Allerbeste ist für dich gänzlich unerreichbar: nicht geboren zu sein, nicht zu sein, nichts zu sein. Das Zweitbeste aber ist für dich – bald zu sterben.“ Unfug. Mit 73 stirbt man nicht. Nie! In keinem Büro.

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