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Hessisch für Anfänger

Bei den Veranstaltungstipps stößt man manchmal auf exotisch klingende Ortsangaben. Unserem aufmerksamen Kollegen in der Höchster Redaktion fiel das Wort „Schalander“ auf, das durch einen gewissen Wohlklang gut zu Lesungen oder musikalischen Darbietungen zu passen scheint: „In Seligenstadt gibt es einen, der auch Konzertbühne ist; es gibt auch einen in Maintal-Hochstadt.“

Doch was ist ein Schalander? Wenn wir auf Spurensuche gehen, stoßen wir auf Brauereien und Angebote wie beispielsweise das, ein besonderes Landbier zu genießen oder einen Braukurs zu besuchen, und wir merken, dass sich auch in Hessen nicht alles um den Apfelwein dreht. Der Schalander ist zwar keine rein hessische Errungenschaft, aber zu den Mundartbegriffen Südhessens und des Rhein-Main-Gebiets zählt er trotzdem.

Laut Südhessischem Wörterbuch war es der „Aufenthaltsraum für die Brauereiarbeiter während der Mittagspause“, wo die Brauer sich umziehen, Brotzeit machen und den Haustrunk genießen konnten. Heute wird der Schankraum oder der Ort für die Bierverkostung so genannt.

Etwas nebulös wie der dampfende Biersud bleibt die Herkunft des Begriffes. Ob nun das lateinische „cala“ (geschützter Ort) oder eine mittelalterliche Bruderschaft namens Kaland, die sich regelmäßig zu einem Mahl traf, oder doch vielleicht das italienische „scialare“ (schlemmen) als Erklärungsversuch taugt, sei dahingestellt. Wir bleiben bei den einfachen Wahrheiten (aus dem Südhessischen Wörterbuch): „Wann ich Bier ho kann, loss ich’s Wasser steh unn drink Wei.“ Oder: „Wer glaabd, wird selig, wer Bier drinkd, wird frehlich.“

Das Buch: Hans Peter Dieterich „Hessisch für Anfänger“, Societäts-Verlag, 12,80

(hpdie)
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