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Kolumne: Hessisch für Anfänger

Im Zusammenhang mit Rücken denkt man unweigerlich an „Schätzelein, isch hab Rücken“ und die unvergleichliche Art, wie Hape Kerkeling das seinem Alter Ego Horst Schlämmer in den Mund legt. „Er hat’s em Rick“, würde man in der Mundart von einem sagen, der Rückenschmerzen hat.

In bestimmten Situationen ist es nicht ratsam, sich abzuwenden und jemandem den Rücken zuzukehren. Auf Frankfurterisch drückt man das so aus: „Wie mer de Rick verwend, danze die Mäus uffem Disch.“ Auch in dem Beispiel aus dem „Kleinen hessischen Wörterbuch“ hat „verwenne“ die Bedeutung von „sich abwenden“: „De Deiwel es luus, wann mer de Rick verwenne duud.“

Während das Wort „Rick“ oder „Rück(e)“ bereits die Brücke zur Schriftsprache schlägt, ist die gebräuchliche Mundartbezeichnung für den Rücken der Buckel. Möchten wir eine Ablehnung so richtig schön unhöflich formulieren, sagen wir: „Du kannst mer de Buckel erunnerrutsche!“ Dabei kann man seinen Unwillen mit variierender Wortwahl ausdrücken wie im Beispiel aus dem Frankfurter Wörterbuch: „Sie könne mer de Buckel enaufrutsche un in der Ank (Nacken) sitze bleiwe.“

Bei der Redensart „Der machd en Buckel wie e Katz, wann’s dunnerd“ hat man das bekannte Bild des Katzenbuckels vor Augen, der Angst und Unsicherheit signalisiert. „En brare (breiter)Buckel“ hingegen hält was aus.

Während man bei großer Eile die Beine in die Hand nimmt, erfordert die hessische Variante noch mehr Schwung: „Nemmt die Baa uff die Buckel.“ Sich aus dem Staub zu machen ist angebracht, bevor man „de Buckel vollgehage krieht“ oder wenn man „de Buckel sauwer“ haben will, sich also raushalten will.

„Hessisch für Anfänger“

Das Buch von Hans Peter Dieterich, erschienen im Societäts Verlag, 12,80

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