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Hessisch für Anfänger: Schibbelisch

„Lache is gesund!“ heißt eine Sammlung von heiteren mundartlichen Gedichten und Geschichten, die Professor Eugen Ernst 1992 herausgab. Unter dieses Motto reiht sich das Wort „schibbelisch“ ein, auf das unser Leser Hans Walter Muth aufmerksam macht. Es taucht nur im Zusammenhang mit Humor auf und wird dann wie in Herrn Muths Beispielsatz verwendet: „Ich lach’ mich schibbelisch!“

Wenn etwas zum „Schibbele“ ist, könnte man sich kugeln vor Lachen. Das Wort „schibbele“ bedeutet rollen oder wälzen, wobei je nach Dialekt die Lautung variiert: „Ich kennt mich schiewele!“ oder „Er schiwwelt sich vor Lache.“

Für „schibbele“ im wörtlichen Sinne gibt das Hessen-Nassauische Wörterbuch die praktische Empfehlung: „Schibbel doch ds Road (Rad), do brauchst dus net ze trah (tragen).“ Auch beim früher unter den Kindern verbreiteten Klickerspiel stießen wir bereits auf den Begriff, als es darum ging, die Murmeln möglichst geschickt zu „schibbele“, also rollen zu lassen.

Lautes und intensives Lachen lässt sich durch weitere kräftige Vergleiche ausdrücken: Man kann sich „schepp unn buckelig“, „krumm unn buckelig“ oder „krumm unn dumm lache“. Man kann außer „schiewele“ auch „verplatze wolle vor Lache“ oder „mer kennt sich en Ast lache“.

„Hessisch für Anfänger“

Das Buch von Hans Peter Dieterich, erschienen im Societäts Verlag, 12,80

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