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Pianissimo: Angekündigter Lärm

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Handwerker werden oft als störend empfunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden. Das hätte der Dichter Wilhelm Busch vermutlich gesagt, wenn er ständig welche im Haus gehabt hätte. Doch mangels dieser Erfahrung kam er nur auf die Musik als Störfaktor. Heute ist das anders.

So kann ein einziger Handwerker in einem Mehrfamilienhaus bei guter Planung zwölf Mietparteien aus dem Schlaf reißen. Das fällt besonders leicht, da Handwerker bekanntlich in der sogenannten „Bauarbeiterfrühe“ arbeiten. Also dann wenn andere noch schlafen. Das gilt inzwischen als völlig normal.

Was aber ist zu erwarten, wenn ein Handwerker per Aushang für die nächste Woche eine „außergewöhnliche Lärmentwicklung“ ankündigt? Vermutlich die akustische Apokalypse.

Wer sich aus Angst davor aber sofort ausquartiert, Spontanurlaub macht oder in die Obdachlosigkeit flüchtet, könnte voreilig handeln. Denn manchmal übernehmen Handwerker tatsächlich das Erfolgsmotto der Deutschen Bahn: Das, was angekündigt wird, ist das, was am wenigsten eintrifft. Aber lieber nicht laut weiterdenken. Sonst bohrt noch jemand nach.

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