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Pianissimo: Augenbrauen

Der Mensch ist ein Modell mit einigen Basisfunktionen und kleinen Extras. Und zum putzig-überflüssigen Schnickschnack zählten viele bisher die Augenbrauen – völlig zu Unrecht.

<span></span> Bild-Zoom Foto: Salome Roessler

Denn diese dienen nicht nur dazu, Schweiß von den Augen fernzuhalten – eine Funktion, die heute von jedem Stirnband übernommen werden kann. Nein, sie machen auch den Menschen sozialer.

Zumindest laut einer neuen britischen Studie verstärken bewegliche Augenbrauen nämlich die Mimik und Ausdrucksfähigkeiten des modernen Menschen – und machen damit evolutionär weitaus mehr her als ein bloßer Überaugenwulst. Das bedeutet auch: Allein anhand der Augenbrauen wäre der gebürtige Schwabe Theo Waigel vom Frühmenschen Homo heidelbergensis sofort zu unterscheiden. Das ist ein soziales Feintuning, das andere Lebensformen nur mit Neid erfüllen kann.

Außerdem wird nun endlich klar, warum Augenbrauen heute eher betont als gezupft werden. Soll das doch vermutlich soziale Kompetenz signalisieren. Und den Glauben daran, dass alle Menschen heute sozialer sind, verhindert oft nur dieser seltsame innere Überaugenwulst. Manche sagen dazu auch Gehirn.

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