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Pianissimo: Behördengänge

Der moderne Mensch erledigt alles im Internet? Von wegen. Denn mögen dort auch Einkäufe und Reisebuchungen üblich sein, so heben sich die meisten das Schönste doch für die reale Welt auf: den Behördengang.

Laut einer Ipsos-Umfrage gehen 55 Prozent immer noch persönlich in die Ämter. Das leuchtet ein. Schließlich geht es so zwar nicht schneller, und die Wartezeiten in muffigen Räumen sind oft lang. Aber dafür weiß derjenige, der zur Behörde geht, dann wenigstens aus eigener Anschauung: Da arbeiten wirklich Menschen! Oder besser gesagt: Es gibt Arbeit, und es sind Menschen anwesend. Beides vorschnell zu verknüpfen, ist nach formaler Logik möglicherweise falsch.

Wenn also dann der Antrag des Wartenden sehr lange nicht bearbeitet wird, liegt das nicht etwa an einem falschen Klick oder einer fehlerhaften Internetverbindung. Sondern an einem Menschen! Das ist heute schon ein fast rührender und wohltuender Gedanke.

Na gut, es ist möglicherweise ein Mensch, der ohne komplizierte Eingaben in ein undurchschaubares Computersystem viel effektiver arbeiten würde. Aber dazu führt erst Gedanke zwei. Und der ist noch nicht behördlich genehmigt.

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