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Pianissimo: Beliebte Wölfe

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Manche halten den Wolf für unbeliebt. Doch sie fragen vielleicht nur die Falschen – etwa Schafe oder Rotkäppchen. Und nicht die Spezies, die dem Wolf wirklich wohlgesonnen ist: den Großstädter.

Denn in Metropolen meinen laut einer Forsa-Umfrage 82 Prozent, dass dieses Tier in die Landschaft gehört. Böse Schafszungen würden sagen: Also möglichst dorthin, wo sie selbst nicht sind.

Aber vielleicht sorgt nur der Umstand, dass manche Großstädter den Wolf gar nicht kennen, für dessen Popularität. Das geht dem Menschen mit seinen Artgenossen ja nichts anders. Je weniger sie von ihnen wissen, desto eher können sie noch an das Gute in ihnen glauben. Nähere Bekanntschaft dagegen wirkt sich oft ganz ungünstig auf die Beliebtheit aus.

Außerdem kämpft der Großstädter schon genug mit seinen Mitmenschen. Ist doch der Mensch, dem Menschen ein Wolf, wie der Philosoph Thomas Hobbes wusste. Hinzu kommen Wölfe im Schafspelz, Schafe im Wolfspelz und solche, die mit den Wölfen heulen. Oft alles in einer einzigen Firma!

Wer in dieser unübersichtlichen Lage aber Wolf und Mensch am Ende gar nicht mehr unterscheiden kann, dem hilft vielleicht folgender Hinweis: Der Mensch ist brutaler – kann aber meistens nichts reißen und ist nicht gerissen.

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