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Pianissimo: Bitte kein Anschreiben

Die Deutsche Bahn wird oft als behäbig gescholten – völlig zu Unrecht. So hat sie nicht nur unkonventionelle Auffassungen von Pünktlichkeit entwickelt, sie geht auch bei der Auswahl von Bewerbern ganz neue Wege.

Wer Auszubildender bei der Bahn werden will, muss dafür nämlich künftig kein Anschreiben mehr verfassen. Das ist nur schlüssig. Denn wer ganze Sätze schreiben kann, ist möglicherweise unglücklich, wenn er am Ende nur Formulare zu Fahrgastrechten verteilt und diese auch noch versteht. Außerdem werden viele Anschreiben von Bewerbern traditionell in deutsch und nicht in denglischem Bahnsprech verfasst – da sind Übersetzungen oft umständlich. Und die Eingangsbestätigung versteht wiederum nicht jeder, müsste sie doch folgerichtig heißen: „Sänk you for bewerbing bei Deutsche Bahn.“

Die größte Gefahr beim Anschreiben besteht für die Bahn jedoch in einem weiteren Punkt: Wer ein solches verfasst, merkt spätestens beim Schreiben von Adresse oder E-Mail-Adresse, wo er sich überhaupt bewirbt. Und in diesem Moment ist der Zug oft schon abgefahren.

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