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Bluffen statt Lügen

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Viele denken bereits über gute Vorsätze für 2018 nach, die sie jetzt in den letzten Tagen des alten Jahres noch nicht beherzigen müssen. Und wie gerufen kommt da folgendes verblüffendes Studienergebnis: Lügen ist unschön, Bluffen aber erlaubt.

Das zumindest meinten viele Teilnehmer einer Untersuchung der Arizona State University. Um den Unterschied kurz zu erläutern: Wenn das bei der Studie gar nicht herauskam, wäre das eine Lüge. Wenn es die Universität nicht einmal gäbe, ein grandioser Bluff. Aber bitte nicht nachprüfen, das wäre zu faktenfixiert.

Für den Alltag aber reicht folgende Erklärung: Wer im Job Fachwissen oder in Geschäftsverhandlungen Stärke vortäuscht, handelt nur reflexartig im karrieretechnischen Überlebensmodus – also moralisch fast einwandfrei.

Glücklicherweise kommt das viel häufiger vor als Lügen. Denn um zu lügen, muss der Sprecher die Wahrheit kennen. Sonst könnte er sie ja nicht bewusst verdrehen. Das setzt Kenntnisse voraus, die in unserer oberflächlichen Gesellschaft kaum noch vorkommen.

Manche haben inzwischen sogar die hohe Kunst des Selbstbluffs erlernt.

Denn sie lügen äußerst routiniert – täuschen sich selbst aber gleichzeitig vor, es sei nur ein harmloser Bluff.

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