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Pianissimo: Dackelblick

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Wenn Menschen von ihren Artgenossen enttäuscht sind, wenden sie sich bisweilen ihrem Haustier zu – weil sie sich von diesem ehrliche Zuneigung erhoffen. Doch das könnte ein Trugschluss sein.

Denn offenbar hat sich gerade der Dackel an den Menschen angepasst – und setzt seinen Dackelblick gezielt ein. Das stellten britische Forscher nach dem tiefen wissenschaftlichen Studium der Hundeaugen fest. Der Vierbeiner kann also – je nach dem Stadium der Entdeckung seiner Untat – offenbar erfolgreich vortäuschen: „Ich weiß gar nicht, was du meinst“, „Ich war’s nicht“ oder „Na gut, ich war’s, aber im Grunde bin ich ein ganz Lieber.“

Damit ist der Dackel vielen Herrchen, die Ähnliches versuchen, weit voraus. Denn wenn diese treuherzig gucken, lassen sich Frauchen meistens nicht so schnell erweichen. Und das liegt vermutlich daran, dass Menschen nicht so niedlich sind und schlechter schwindeln. Deswegen gilt bei ihnen auch das Sprichwort: „Lügen haben kurze Beine“. Der lügende Dackel dagegen ist so gerissen, dass er vortäuschen kann, seine Beine seien immer so kurz.

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