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Das Unglück trägt Pulli

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Viele dachten, um die Welt stünde es schon schlimm genug. Aber da kannten sie noch nicht die neueste Apokalypse-Stufe: Marcel Reif hat seine Kaschmir-Pullis falsch gewaschen. Das scheint beim aktuellen Wetter nicht ganz so schlimm, ist aber an Dramatik dennoch kaum noch zu überbieten.
Zeigt es doch im Grunde jede nur denkbare gesellschaftliche Kluft: die zwischen Kaschmirpulli-Trägern und Nicht-Kaschmirpulli-Trägern. Die zwischen gut sitzenden und schlecht sitzenden Pullovern. Die zwischen Menschen, die Waschmaschinen bedienen können, und solchen, die das niemals schaffen.

Skeptiker nennen letztere Kluft auch die zwischen Mann und Frau. Immerhin ist Marcel Reifs Ehefrau Marion Kiechle nun Bayerns neue Wissenschaftsministerin, da kann sie das Problem vielleicht lösen. Wohlgemerkt: das Problem Waschmaschine. Nicht das Problem Reif. Denn das könnte bestehen bleiben, bis die apokalyptischen Reiter kommen – natürlich in eingelaufenen Kaschmirpullis.

Wer sich Marcel Reif aber zum Vorbild nimmt, um Unkenntnis der Waschmaschinen-Bedienung nur zu vorzutäuschen, sollte vorsichtig sein. Denn dabei könnte er selbst einlaufen. Ist doch mancher erst mit allen Wassern gewaschen – und dann so klein mit Hut.

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